EUR/USD fiel in dieser Woche marginal von 1,090 auf 1,088. Grund dafür ist das Ausbleiben zeitnaher Veränderungen des monetären Kurses sowohl durch die EZB als auch durch die Fed. Dass der Euro relativ stark bleibt, lässt sich vor allem auf die Sitzung der Federal Reserve am 27.01. zurückführen. Die Fed belässt ihren Leitzins wie erwartet in einer Spanne von 0,25% bis 0,5%. Zusätzlich erklärte sie, dass globale wirtschaftliche und finanzielle Entwicklungen genau beobachtet würden und die Anhebung des Leitzinses nur schrittweise geschehen könne. Diese Äußerungen wurden vom Markt derart gedeutet, dass die Fed erst später als März den Leitzins anheben werde. Der Euro wertete gegenüber dem Dollar kurzzeitig auf. Sollte die morgen (29.01.) bekannt gegebene geschätzte Teuerungsrate in der Eurozone wie zu erwarten niedrig ausfallen, dürfte sich Mario Draghi in seinem Kurs der zusätzlichen monetären Lockerung bestätigt sehen, was den Euro schwächen sollte. In der kommenden Woche sehen wir EUR/USD tendenziell unterhalb von 1,09.
Im Vergleich zur Vorwoche fiel EUR/GBP um etwa 0,8% auf 0,763. Vor allem die schwachen Konjunkturdaten in der Eurozone dürfen dafür ausschlaggebend gewesen sein. Der umfragebasierte Markit PMI der Eurozone fiel im Januar auf 53,5 (54,3 im Dezember). Sowohl die Teilkomponenten für verarbeitende Industrie (53,0 auf 52,3) als auch für Dienstleistungen (54,2 auf 53,6) fielen. Gleichzeitig scheint sich die Entscheidung über den „Brexit“ möglicherweise auf nach Juni zu vertagen. Alle vier Vorsitzenden der Parteien in der walisischen Nationalversammlung sprachen sich gegen einen Juni-Termin aus. Von der Sitzung der Bank of England am 04.02. erwarten wir uns keinen Kurswechsel und somit keine Auswirkungen auf das Pfund. Jedoch könnte das Wechselkurspaar in der nächsten Woche aufgrund von schwergewichtigen Daten aus der Eurozone (PMI) und den USA (Payrolls) etwas volatiler werden. Wir sehen den Kurs zwischen 0,75 und 0,77.
USD/JPY stieg im Vergleich zur Vorwoche von 116,9 auf 118,8, was einer Abwertung des Yen um 1,6% entspricht. Grund dafür ist eine gewisse Beruhigung an den internationalen Aktienmärkten. Investoren erhoffen sich von der nächsten Sitzung der BoJ am 29.01. eine Ausweitung des QE. Der starke Yen belastet zunehmend die japanischen Exporte, welche im Dezember im Vorjahresvergleich um 8% sanken. Zwar dämpfte Notenbankchef Kuroda angesichts der anstehenden Sitzung die Aussichten auf zusätzliche expansive Maßnahmen, jedoch gerät die BoJ vor allem durch die jüngste Ankündigung der EZB, die eine Anpassung der Geldpolitik für März in Aussicht stellte, unter Druck. Außerdem sorgt sich die japanische Regierung um Kapitalzuflüsse aus Schwellenländern und fordert diese dazu auf, Kapitalverkehrsbeschränkungen einzuführen bzw. zu verstärken. Wenig erfreut dürfte die BoJ die Andeutung der Fed wahrgenommen haben, eventuell den nächsten Zinsschritt zu verschieben. Insgesamt ist der Raum für eine weitere Abschwächung des Yen kurzfristig begrenzt. Wir erwarten in der nächsten Woche für USD/JPY einen Wert zwischen 117 und 119.
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