Im Vergleich zur Vorwoche ist EUR/USD per Saldo nahezu unverändert. Damit bleibt der Euro trotz der möglichen Lockerungsmaßnahmen der EZB, welche ab der Sitzung im März erwägt werden, relativ stark. Dies hängt mit der anhaltenden Unsicherheit an den Finanzmärkten zusammen, die von erneut fallenden Ölpreisen und Aktienkursen geprägt ist. Dazu kommen enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA. Vor allem die amerikanische Industrieproduktion fiel schwach aus. Zudem sank der Frühindikator Empire State Manufacturing von -4,59 auf -19,37. Dies veranlasst einige Fed-Mitglieder um James Bullard, Präsident der Fed St. Louis, zu der Überlegung, dass die Notenbank die nächste Zinsanhebung verschieben sollte. Die Inflationsdaten spielten jedoch eher den Falken in die Hände: Die Kerninflation (gemessen am Verbraucherpreisindex) stieg auf 2,1% p.a. In diesem Umfeld sehen wir EUR/USD in der kommenden Woche weiterhin um 1,085.
Auch in dieser Woche konnte EUR/GBP von 0,754 auf 0,769 wieder deutlich zunehmen. Das lässt sich vor allem auf die Angst vor dem „Brexit“, dem Austritt Großbritanniens aus der EU, zurückführen. Bereits im Februar könnte David Cameron das Okay der EU-Staaten für ein Austritts-Referendum erhalten. Dieses könnte dann wiederum bereits im Juni stattfinden, so David Mundell, der Secretary of State. Dazu kommt, dass die Inflationsrate Großbritanniens mit 0,2% und einer Kernrate von 1,4% pro Jahr sehr niedrig ist. Das Inflationsziel der Bank of England von 2% wird klar unterschritten. Nur die Arbeitsmarktzahlen waren in dieser Woche erfreulich. Die ILO Arbeitslosenquote sank von 5,2% auf 5,1%. Dies ist der einzige Anhaltspunkt für eine anstehende Zinswende, die aber frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2016 stattfinden wird. Wir gehen in der nächsten Woche für EUR/GBP von einem Wert zwischen 0,77 und 0,79 aus.
USD/JPY sank im Wochenverlauf von 118 auf 116,9. Grund dafür ist die anhaltende Verunsicherung an den globalen Finanzmärkten. Sie treibt Investoren in den als sicher angesehenen Yen. Abzulesen ist dies auch an den 10-jährigen Staatsanleihen, deren Rendite auf das Rekordtief von 0,19% gefallen ist. Allerdings dürfte die Aufwertung nicht von Dauer sein, da mit einem Gegensteuern der BoJ zu rechnen ist. Die Notenbank machte auf ihrer Sitzung am Montag deutlich, dass sie auf alle Veränderungen der Risiken und Preise mit den entsprechenden Maßnahmen reagieren werde. Besonders im Fokus der BoJ befinden sich die Gehaltsverhandlungen (Shunto) Anfang Februar, in welche die Notenbank große Erwartungen bezüglich der Inflationsentwicklung setzt. Da der Yen weiterhin Stärke zeigt, schätzen wir die Verhandlungen über die Lohnerhöhungen als zurückhaltend ein. Auf Grund der schwachen japanischen Wirtschaftsentwicklung, insbesondere in der Industrieproduktion (-0,9% mom im November) erwarten wir weitere Schritte hinsichtlich einer monetären Lockerung. Wir sehen den USD/JPY in der nächsten Woche zwischen 116 und 118.
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