Nichts für schwache Nerven
Die erste Handelswoche an den Aktienmärkten war nicht gerade das, was man unter einem gelungenen Start ins neue Jahr versteht. Der Deutsche Aktienindex DAX hat in den ersten fünf Handelstagen über 8 % verloren und damit einen historischen Fehlstart hinge-legt. Der vorrangige Auslöser war - wie so oft im vergangenen Jahr - eine eigentlich altbekannte Tatsache: Chinas Wachstum wird schwächer, und die dortigen Finanzmärkte werden unruhiger. Welche Auswirkungen das auf die weltweite Konjunktur und die Unter-nehmensgewinne hat, ist im Ausmaß unklar. Das drückt sich gegenwärtig in niedrigeren Aktienkursen aus.
Dass das Jahr 2016 für die globalen Finanzmärkte sehr nervenaufreibend und schwankungsreich wird, damit hatte man allgemein gerechnet. Schließlich ist es das Jahr, in dem die US-Notenbank ihre Leitzinsen nach langen Jahren endlich wieder in mehreren Schritten auf ein höheres Niveau anheben wird. Wie die US-Wirtschaft, die Emerging Markets-Volkswirtschaften und die Märkte darauf reagieren, ist höchst unsicher. Hinzu kommt ein zweiter Unsicherheitsfaktor: die langsamere Gangart der Weltwirtschaft, die insbesondere aus einer schwächeren Dynamik der Emerging Markets resultiert. Daran haben sich viele noch nicht gewöhnt. Entsprechend wird auf enttäuschende Konjunkturnachrichten regelmäßig mit Abschwungsängsten reagiert, sprich es kommt zu Kursverlusten bei risikoreicheren Wertpapieren.
Und dennoch rechnen wir damit, dass das globale moderate Wachstum und die insgesamt gesehen anhaltend schubkräftige Geldpolitik der Notenbanken den Aktienmärkten insbesondere in Europa ausreichend Auftrieb verleihen werden, sodass am Ende dieses Jahres ein Plus resultieren wird - schlechter Jahresanfang hin oder her. Die Finanzmärkte werden wieder lernen, dass es auch ohne die "Droge der expansiven Geldpolitik" steigende Unternehmensgewinne und im Trend höhere Aktienkurse geben kann.
2016 wird also wieder ein spannendes Jahr mit hohen Schwankungen an den Finanzmärkten. Insbesondere die risikoscheueren Anleger wird das nicht erfreuen. Doch es hilft alles nichts. Angesichts des wenig veränderten Niedrigzinsumfelds braucht man Anlagen wie beispielsweise Aktien, um eine auskömmliche Rendite mit seinem Portfolio zu erreichen. Der nervenschonendste Weg ist und bleibt dabei immer noch der (Fonds-)Sparplan. Wer regelmäßig und breit gestreut spart, umgeht elegant das Problem des richtigen Einstiegszeitpunkts an den Märkten.
Und das lohnt sich ganz besonders in Zeiten hoher Marktschwankungen.
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