Zu Jahresbeginn beschäftigen erneut Sorgen um China die Finanzmärkte.
Das Jahr beginnt an der chinesischen Börse mit einem Fehlstart. Schlechte Daten aus der Industrie lassen die ohnehin gebeutelten chinesischen Aktienmärkte weiter abstürzen, da helfen auch keine Handelsunterbrechungen. Chinesische Aktien sind nun im weltweiten Vergleich ziemlich billig geworden. Hierin spiegeln sich zum einen Zweifel an der chinesischen Wirtschaft wider. Zum anderen sind sie auch Ausdruck von Verunsicherung über die Verlässlichkeit der chinesischen Politik, und dies an einem Aktienmarkt, von dem man nicht weiß, welche staatlichen Kräfte im Spiel sind und wo die Verkaufsmöglichkeiten stets durch die Marktschließung bedroht sind, wenn die Handelsentwicklung den Behörden zu ungünstig erscheint. An den Finanzmärkten ist es die zweite Welle der Verunsicherung durch China, nach den Kursrückgängen vom August 2015. Auch die chinesische Währung hat sich parallel in einem zweiten Rutsch gegenüber dem US-Dollar abgeschwächt. Dies alles trübte die Stimmung an den Finanzmärkten ein und schickte die Börsen weltweit südwärts.
Es wird ruppiger an den Börsen, ...
Angesichts der Fragezeichen über den weiteren Pfad der Zinsanhebungen in den USA sowie vielfältiger wirtschaftlicher und geopolitischer Risiken ist dem neuen Jahr eine hohe Volatilität an den Finanzmärkten vorausgesagt worden, ohne dass die Konjunktur
oder die Finanzmarktstabilität jedoch einen nachhaltigen Einbruch erleben sollten. Bereits in den ersten Handelstagen macht das Börsenjahr 2016 seinen vorherigen Einschätzungen alle Ehre. Die schlechten Einkaufsmanagerindizes für die chinesische Industrie zum Jahresanfang, gepaart mit den neuen Spannungen im Nahen Osten spiegeln diese Umgebung für Wirtschaft und Märkte exemplarisch wider. Positive Stimmungsindikatoren in Euroland, gute Absatzzahlen deutscher Unternehmen in China sowie erfreuliche Daten vom deutschen Arbeitsmarkt gingen dagegen unter. Bislang haben die schwächeren chinesischen Konjunkturdaten nicht in der Breite auf die Wirtschaftslage in den Industrieländern durchgeschlagen, weil diese eigene binnenwirtschaftliche Stärken vorweisen. Diese Gegenkräfte bleiben auch erhalten. Zusätzlich rechnen wir mit einer expansiven Geldpolitik in China, die das Vertrauen in die dortige Wirtschaft wieder aufbauen hilft. Kurzum: Es spricht weiterhin viel für unsere Einschätzung aus dem letzten Jahr, dass die wirtschaftliche Entwicklung sich moderat aufwärts bewegt und von der Geldpolitik zwar weiterhin Unterstützung für die Finanzmärkte kommt, aber nicht mehr so stark wie noch in den letzten Jahren.
… aber die strategische Allokation mit Potential für europäische Aktien bleibt unverändert.
Bei der aktuellen Marktschwäche fällt auf, dass die auslösenden Themen weitgehend bekannt sind. Das heißt, die Schwankungsintensität ist jetzt zwar sprunghaft angestiegen, sollte dann aber auch wieder recht schnell zurückkommen können und nicht zu einem Abwärtsstrudel am Markt führen. Auch dürfte die anstehende Berichtssaison über die Geschäftsergebnisse der Unternehmen im vierten Quartal den Markt beruhigen, denn die Erwartungen, obwohl recht hoch, dürften erfüllt werden. Auch wenn die Schwankungen jetzt bereits früher einsetzen als gedacht, passt unser Ausblick von Ende letzten Jahres. Obwohl es sehr lange keinen so schlechten Start ins Aktienjahr gegeben hat, kann das erste Quartal 2016 noch ein positives Aktienquartal werden. Aber man erhält schon einmal einen Vorgeschmack darauf, dass wir uns in den letzten Jahren in eine Lage mit höheren Bewertungen an den Aktienmärkten hineinmanövriert haben. Wir haben in den vergangenen Monaten häufig darauf hingewiesen, dass die Unterstützung der Geldpolitik künftig nicht mehr so stark sein wird und daher die Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten nicht mehr so dynamisch verlaufen wird. An das aktuelle Umfeld werden wir uns gewöhnen müssen. Dies führt zu herausfordernden Bedingungen an Aktien- und Rentenmärkten, auf die allerdings eher taktisch zu reagieren ist. Gleichzeitig bleibt die bisherige strategische Ausrichtung bestehen, dass bei weiterhin bestehenden Nullzinsen auf Einlagen Aktien-, Renten- und Immobilienpositionen auch 2016 unverzichtbare Vermögensbestandteile darstellen und die entsprechenden Märkte stabil bleiben.
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