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18.12.15, 10:00

Devisen weekly - Nach der FED-Zinswende: Alles locker

EUR/USD nahm in der Berichtsperiode ab und notiert aktuell bei 1,086. Damit liegt das Wechselkurspaar knapp 1% niedriger als letzte Woche. Die Abwertung des Euro lässt sich vor allem auf die Zinssitzung der Fed am Mittwoch zurückführen. Der Einfluss auf den Wechselkurs war aber möglicherweise durch zwei Faktoren gedämpft: Zunächst war der Zinsschritt offenbar auch an den Devisenmärkten stärker eingepreist als gedacht. Zum Anderen waren die jüngsten Datenveröffentlichungen in den USA in dieser Woche enttäuschend, während die Eurozone positiv überraschte. Die Industrieproduktion war in den USA mit einem Wert von -0,6% erheblich schwächer als die erwarteten -0,1% während sie in der Eurozone um 0,6% expandierte – erwartet wurden 0,2%. Große  Bewegungen erwarten wir nach der Zinswende bis Anfang des nächsten Jahres nicht mehr. Aufgrund der verhaltenen Reaktion auf den ersten Zinsschritt dürfte der Spielraum von EUR/USD derzeit nach unten größer sein als nach oben. Deshalb sehen wir EUR/USD zum Jahresende in einer Spanne von 1,07 bis 1,09.

Im Vorwochenvergleich stieg EUR/GBP von 0,724 auf 0,726 und blieb damit nahezu unverändert. Die Zinswende der Fed hinterließ kaum Spuren in der Kursentwicklung. Die Vorstellung, dass die Bank of England und die Fed den ersten Zinsschritt in kurzer Abfolge tätigen würden, ist spätestens seit der Novembersitzung der britischen Notenbank nicht mehr haltbar. Somit lassen sich aus der Fed-Entscheidung kaum Schlussfolgerungen über die britische Geldpolitik ziehen. In dieser Woche wurden in Großbritannien neue Konjunkturdaten veröffentlicht. Die Arbeitslosenquote ging im November erneut zurück und liegt nun bei 5,2% (vorher 5,3%), die Inflationsrate ist nun nicht mehr negativ (0%) und die Kerninflationsrate stieg von 1,2 auf 1,3%. Alle Aggregate bringen die Bank of England zwar ihren geldpolitischen Zielen näher, allerdings nicht in nennenswertem Tempo. Wir sehen den Kurs weiterhin zwischen 0,72 und 0,73.

USD/JPY nahm im Vergleich zur Vorwoche von 121,8 auf 122,3 zu. Das Währungspaar erhielt im Zuge der Zinsentscheidung der Fed Aufwind. Diese Veränderung ist über die Woche hinweg gesehen ebenfalls eher gering, was auch an der Veröffentlichung von neuen Daten in Japan gelegen haben dürfte. Der Tankan-Index im verarbeitenden Gewerbe ist am aktuellen Rand etwas stärker als erwartet, allerdings fällt der Ausblick etwas schwächer aus. Der Dienstleistungsindex stieg im Monat Oktober kräftiger als im September und die schwachen Industriedaten aus den USA dürften den Kursanstieg ebenfalls gebremst haben. Die Bank of Japan tagt am 18.12. zum letzten Mal in diesem Jahr. Eine erneute Lockerung der Geldpolitik auf japanischer Seite ist unserer Meinung nach ausgeschlossen. Daher erwarten wir USD/JPY zum Jahresende weiterhin in einer Spanne von 122 bis 123.


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