Vor der EZB-Sitzung: Dollar gestärkt, Pfund zurück zur Realität
EUR/USD verlor in der Berichtsperiode erneut und notierte zuletzt bei 1,057. Damit liegt das Wechselkurspaar nun knapp einen halben Prozentpunkt niedriger als noch in der Vorwoche. Zunächst sah es so aus, als könnte die Abwertung gestoppt werden, denn der ISM Index im verarbeitenden Gewerbe in den USA musste im November mit einem Rückgang von 50,1 auf 48,6 einen Dämpfer hinnehmen. Erwartet wurde, dass sich der ISM mit 50,1 Punkten knapp in der Expansionszone halten könnte. Doch dieses kurze Aufbäumen des Euro wurde dann am Mittwoch beendet, als in der Eurozone die Inflationszahlen für November veröffentlicht wurden. Die Kerninflationsrate sank auf einen Wert von 0,9% und der HVPI bleibt mit 0,1% unverändert. Die Neuigkeit wurde an den Märkten als weiteres Indiz für eine kräftige Lockerung bei der Zinssitzung am Donnerstag aufgefasst. Auch wir erwarten ein beherztes Eingreifen der EZB und sehen EUR/USD in der kommenden Woche bei Werten von etwas unter 1,05.
Im Vorwochenvergleich legte EUR/GBP von 0,704 auf über 0,708 zu. Die Woche war sowohl in Großbritannien als auch in der Eurozone von schwachen Konjunkturmeldungen geprägt. In Großbritannien musste der PMI im verarbeitenden Gewerbe mit einem Wert von 52,7 einen Rückgang von knapp 3 Punkten verkraften. Die schwachen Inflationsdaten in der Eurozone verhinderten ein stärkeres Zulegen des Kurses zunächst. Der PMI-Geschäftsklimaindex im Baugewerbe war mit 55,3 Punkten im Vergleich zu erwarteten 58,5 aber besonders schwach. Das Abnehmen der Dynamik im Bausektor könnte den Handlungsdruck auf die Bank of England verringern und so machte der Kurs am Mittwoch einen deutlichen Sprung. Mit Blick auf die Entscheidung der EZB erwarten wir allerdings, dass die Aufwärtsbewegung in der kommenden Woche schon wieder vorbei ist. Bei einer hinreichend großen Überraschung seitens der europäischen Geldpolitik sind Werte von unter 0,7 EUR/GBP wieder wahrscheinlich.
USD/JPY nahm im Vergleich zur Vorwoche zu und lag zuletzt bei 123,5. Aus Japan kamen in dieser Woche widersprüchliche Signale. Am vergangenen Freitag wurden neue Zahlen zur Arbeitslosenquote veröffentlicht. Mit 3,1% fiel die Quote im Oktober um weitere 0,2% Prozentpunkte, was nicht erwartet wurde. Damit gelangt die japanische Wirtschaftspolitik näher an ihr Ziel, über eine Überhitzung am Arbeitsmarkt für kräftigere Preissteigerungen zu führen. Die kurze Schwächephase des USD/JPY fand aber am Montag schon wieder sein Ende, als enttäuschende Zahlen zur Industrieproduktion veröffentlicht wurden. Erwartet wurde eine Jahresrate von -0,9%, es wurden aber -1,4%. Die Hoffnung, dass die japanische Wirtschaft zum Jahresende überraschen und die Rezession schnell wieder verlassen könnte, wurde damit enttäuscht und so rücken weitere Maßnahmen der Bank of Japan näher. Das nächste Treffen findet allerdings erst erst am 17./18. Dezember statt, bis dahin dürfte sich der USD/JPY weiterhin in einer Spanne von 122,5 bis 123,5 bewegen.
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