Die Fed schürt Erwartungen auf Zinsschritt im Dezember. Der Dollar gewinnt an allen Fronten.
EUR/USD hat in der Berichtsperiode per Saldo nachgegeben. Nach einem Wert von 1,094 in der Vorwoche sank der Kurs noch einmal um einen Cent auf nun 1,086. Die weiterhin auseinander driftenden Erwartungen bezüglich der Geldpolitik setzen den Euro damit weiter unter Druck. In der vergangenen Woche wurden darüber hinaus Konjunkturdaten in den USA veröffentlicht, die noch immer auf ein robustes Umfeld schließen lassen. So überraschte der Chicago Einkaufsmanagerindex mit einem Sprung um knapp 7 Punkte von 48,7 auf 56, der ISM-Index im Dienstleistungssektor zeigte sich mit einem Anstieg von 56,9 auf 59,1 Punkten ebenfalls stark. Am Mittwoch sorgte Fed-Chefin Yellen mit Äußerungen zur Geldpolitik für einen Anstieg der impliziten Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung aus den Fed-Funds-Futures im Dezember auf nun 58%. Ob die Zinswende im Dezember tatsächlich näher rückt, hängt von der Inflationsprognose der Fed ab, für die die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt entscheidend ist. Die Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen am Freitag wird damit maßgeblich für die Entwicklung an den Devisenmärkten. Wir erwarten daher in der nächsten Woche eine Bewegung des EUR/USD in Richtung 1,10.
EUR/GBP notiert im Vorwochenvergleich ebenfalls deutlich im Minus und sank von 0,717 auf einen Wert von 0,706. Damit setzt der Pfund seinen Aufwertungstrend gegenüber dem Euro fort. Ähnlich wie die Fed – wenn auch weniger fortgeschritten – arbeitet die Bank of England an einer Exit-Strategie aus der Niedrigzinspolitik, während in der Eurozone weitere expansive Maßnahmen auf der Agenda stehen. Unterstützt wurde der Pfund auch von einem überraschend starken Wert des Industrie-PMI, der durch einen Sprung von 4 Punkten nun mit über 55 Punkten auf einem Jahreshöchstwert liegt. Ein Zinsschritt ist von der Bank of England in diesem Jahr nicht mehr zu erwarten, zumal sie ihr Inflationsziel weiterhin klar verfehlt. Dennoch werden auch die kommenden Veröffentlichungen der ILO Arbeitslosenquote und der Industrieproduktion mit Blick auf den geldpolitischen Kurs bewertet werden. Wir sehen EUR/GBP in der nächsten Woche in einer Spanne zwischen 0,705 und 0,715.
USD/JPY legte im Vergleich zur Vorwoche zu und stieg von 120,8 leicht auf 121,5. Die Bank of Japan hatte in der letzten Woche getagt. Obwohl sie ihre Prognosen bezüglich Inflation und Wachstum leicht nach unten korrigierte, folgten keine weiteren unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen, welche von 44% der befragten Ökonomen in einer Umfrage von Bloomberg erwartet wurden. Der Dollar wertete daraufhin für kurze Zeit ab, um dann wieder seinem derzeitigen Aufwärtstrend zu folgen. Die Veröffentlichung der Inflationsrate in der letzten Woche sorgte für keine Überraschung und so wird auch in Japan weiterhin darüber spekuliert, ob und wann weitere geldpolitische Maßnahmen folgen. Wir sehen USD/JPY in der kommenden Woche bei Werten zwischen 121 und 122.
USD/JPY gab in der Berichtswoche nach und notiert derzeit bei 120,5. Dies ist vor allem in Zusammenhang mit der Fed-Zinsentscheidung zu sehen. Zum anderen fiel das Defizit in der japanischen Handelsbilanz im Februar deutlich geringer aus als erwartet. Die Exporte stiegen um 2,4% mom, während die Importe um 3,6% mom schrumpften. Im Hinblick auf die anhaltenden Spekulationen um eine Zinsanhebung in den USA erwarten wir einen Anstieg des Währungspaares auf 122.
EUR/CHF wurde zum Ende der Berichtsperiode etwas gedrückt und notiert aktuell bei 1,056. Nachdem Spekulationen auf eine weitere Leitzinssenkung den Franken im Vorfeld der Schweizer Nationalbank (SNB) geschwächt haben, konnte dieser wieder kräftige Kursgewinne verzeichnen. Die SNB ließ ihre geldpolitische Ausrichtung unverändert. Erneut betonte sie, im Bedarfsfall am Devisenmarkt aktiv zu werden. Vor diesem Hintergrund sollte das Währungspaar in eine Seitwärtsbewegung übergehen und bei 1,05 notieren.
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