Die Fed hat die Talfahrt des Euro-Dollarkurses beschleunigt. Die Spekulation auf eine baldige Zinswende in den USA dürfte kurzfristig den Weg zu einer nachhaltigen Erholung verbauen.
EUR/USD gab im Vergleich zur Vorwoche erneut nach. Während der Kurs in der letzten Woche noch bei etwa 1,13 lag, notiert er derzeit bei über 1,09. Diese starke Aufwertung des Dollar hing mit den Statements zur Geldpolitik der beiden Notenbanken zusammen. Nachdem die EZB auf ihrer Zinssitzung am vergangenen Donnerstag Hoffnungen auf weitere unkonventionelle Maßnahmen weckte, folgte am Mittwoch die Fed-Entscheidung. Auch im Oktober blieb die Zinswende aus. Jedoch korrigierte die Fed ihre Einschätzung ob der Entwicklung in China gegenüber September nach oben. Das US-Wachstum wurde weiterhin als „moderat“ eingeschätzt. Daraufhin stieg die von Investoren eingeschätzte Wahrscheinlichkeit für eine Anhebung der Fed funds rate für die nächste Sitzung im Dezember von 30 auf 50%. Somit hängt die zukünftige Entwicklung von den bis dahin veröffentlichten Indikatoren ab. Die neuesten Daten bestätigen eine leichte Abkühlung in den USA, sowohl was das Wachstum als auch den Arbeitsmarkt angeht. Wir sehen den EUR/USD daher nächste Woche in einer Spanne von 1,09 bis 1,10.
EUR/GBP notiert im Vorwochenvergleich nach einem Wert von über 0,73 niedriger bei knapp 0,72. Analog zu EUR/USD hing diese Bewegung mit der geldpolitischen Entwicklung in der Eurozone zusammen. Die Bank of England tagt nächste Woche. Allerdings kann vorerst nicht mit einer Anhebung des Leitzinses gerechnet werden. Die Inflationsrate lag im September bei -0,1%. Damit weicht die Inflationsrate so weit vom Ziel nach unten ab wie noch nie. Der Zuwachs des BIP enttäuschte diese Woche ebenfalls leicht mit 0,5% qoq nach zuletzt 0,7%. Erwartet wurde eine quartalsweise Wachstumsrate von 0,6%. Daher rechnen wir in der kommenden Woche damit, dass sich EUR/GBP weiterhin zwischen 0,71 und 0,72 bewegen wird.
USD/JPY rangiert diese Woche mit aktuell 120,7 gegenüber der Vorwoche deutlich im Plus. Zwischenzeitlich notierte das Währungspaar sogar auf einem 2-Monats-Hoch von 121,6. Treiber für die jüngste Kursentwicklung war die Fed, die die Spekulationen auf eine baldige Zinswende schürte. Ohne wesentlichen Einfluss blieben dagegen die fundamentalen Daten aus Japan und den USA. Während in Japan sowohl der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe als auch die Industrieproduktion positiv überraschten fielen die jüngsten Daten aus den USA (BIP, Auftragseingänge und Verbrauchertrauen) weniger erfreulich aus. Wir sehen das Wechselkurspaar, aufgrund der Markterwartungen über die US-Zinswende weiter im Aufwind und erwarten kurzfristig wieder Kurse oberhalb von 121,0.
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