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23.10.15, 12:25

Devisen weekly: EUR/USD, USD/JPY, EUR/GBP, EUR/CHF

EUR/USD notiert im Vorwochenvergleich deutlich niedriger. Ausgehend von einem Niveau von knapp 1,15 ist das Wechselkurspaar auf gut 1,13 gefallen. Die Abwertung des US-Dollar war getrieben von zunehmenden Spekulationen, dass die Leitzinswende in den USA deutlich später kommt als gedacht. Unseres Erachtens war diese Bewegung übertrieben und der aktuelle Rückgang von EUR/USD bestätigt das. Zudem stärkt die EZB, die in Richtung einer Ausweitung ihres Anleiheankaufprogramms (QE2) marschiert, den US-Dollar. Wir rechnen mit einer solchen Entscheidung jedoch nicht auf der heutigen Zinssitzung, sondern erst im Dezember. Daher könnte EUR/USD in den nächsten Tagen wieder leicht höher notieren, auch wenn die EZB eine hohe Handlungsbereitschaft signalisieren sollte.

USD/JPY arbeitete sich diese Woche an die Marke von 120 heran und notiert aktuell bei 119,7. Die japanische Wirtschaft entwickelte sich unterhalb der Markterwartungen. Dies erklärt auch den schwächeren Yen. Obwohl die Importe im Jahresvergleich um 11,1% sanken, wurde eine positive Handelsbilanz verfehlt. Die japanischen Importe überstiegen die Exporte um 115 Mrd. Yen. Erwartet wurde ein Überschuss von 87 Mrd., doch die Exportzuwächse enttäuschten: Anstatt 3,8% wurde nur ein Zuwachs von 0,6% gemeldet. Unsere Einschätzung folgt dem aktuellen Trend: Wir sehen USD/JPY in der kommenden Woche noch deutlicher über der Marke von 120 in einer Bandbreite von 120 bis 122.

EUR/GBP hat seinen Höhenflug diese Woche beendet und befindet sich bei 0,732. Letzte Woche stand das Austauschverhältnis kurzfristig noch bei Höchstwerten von knapp 0,75, diese Woche hingegen erreichte EUR/GBP einen Wochentiefstwert von 0,73. Mitverantwortlich für diese Kurskorrektur dürfte die anstehende EZB-Sitzung diesen Donnerstag sein. Unseres Erachtens sollte es aber keine Ausweitung von QE geben. Wir gehen davon aus, dass ein solcher Schritt erst im Dezember erfolgen wird. Gleichzeitig wird schon seit längerem ein erster Zinsschritt der BoE im nächsten Jahr erwartet.  In der kommenden Woche sehen wir daher den Euro leicht zulegen und EUR/GBP zwischen 0,73 und 0,74.

EUR/CHF gab in der Berichtswoche per Saldo leicht nach und notiert derzeit bei 1,086. Am vergangenen Freitag stieg der Franken zeitweise auf ein Monatshoch von 1,078; eine Entwicklung, die sich am Dienstag trotz leicht enttäuschender schweizerischer Außenhandelsdaten wiederholte. Risiken für den Franken bestehen derzeit auf der Aufwärtsseite. Sollte die EZB zukünftig weitere Schritte zur Deflationsbekämpfung unternehmen – etwa die Ankündigung einer Ausweitung des Anleihekaufprogramms – wird dies dem Franken weiteren Auftrieb verleihen. Wir sehen den Franken in der nächsten Woche in einer Spanne zwischen 1,075 und 1,08.



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