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16.10.15, 10:00

Devisen weekly: Kurzfristig bei Währungspaaren Euro-US-Dollar und US-Dollar-Yen Gegenbewegung zu erwarten

EUR/USD legte in den vergangenen Tagen kräftig zu und schloss bei 1,148. Ursachen dafür sind die jüngsten Äußerungen von US-Notenbankern und vor allem die jüngsten Konjunktur- und Inflationsdaten. Aus Sicht einiger Fed-Offizieller wäre eine Verschiebung der Zinswende ins kommende Jahr durchaus eine richtige Entscheidung. Die stärkste Reaktion am Markt lösten jedoch die Produzentenpreise aus, die überraschend stark zurückgingen. Für Enttäuschung sorgten auch die schwachen Einzelhandelsumsätze. Dagegen konnte der Greenback von der zunehmenden Spekulation, dass die EZB ihr QE aufstocken wird, nicht profitieren. Wir halten den starken Kurssprung von EUR/USD für übertrieben und rechnen in den nächsten Tagen mit einer Korrektur deutlich unter ein Niveau von 1,140.

 

EUR/GBP kletterte in dieser Berichtswoche auf ein neues 8-Monats-Hoch von 0,749 und notiert aktuell bei 0,742. Dazu hatten zuletzt unerwartet schwache Inflationsdaten aus Großbritannien beigetragen. Die Verbraucherpreise fielen im September um 0,1% mom (-0,1% yoy). Die große Kluft zwischen Preisentwicklung und dem Inflationsziel der Bank of England von zwei Prozent lässt die britische Zinswende in weite Ferne rücken. Überdies setzte das überraschend hohe Handelsbilanzdefizit von -3268 Mio. GBP den Sterling unter Druck. Auf dem Arbeitsmarkt blieb die Lage allerdings stabil. Die Löhne legten im Dreimonatsdurchschnitt um 3,0% yoy zu, die Arbeitslosenquote sank im August von 5,5 auf 5,4%. Unserer Meinung nach ist nach dem jüngsten Kurssprung von EUR/GBP eine Konsolidierung überfällig. Deshalb erwarten wir in der kommenden Woche wieder Kurse von deutlich unter 0,74.

 

USD/JPY ließ diese Woche kräftig Federn und fiel unter die Marke von 120. Schlusskurs zum Ende der Berichtswoche ist 118,7. Der Druck kam in erster Linie von den schwachen Konjunktur- und Inflationsdaten aus den USA. Die nach wie vor wenig überzeugenden Wirtschaftsdaten aus Japan konnten den Abwärtstrend von USD/JPY nicht stoppen. So fiel die Auslastung der japanischen Industriekapazitäten im August um 0,9% mom. Zudem ist in Japan aus Sicht der Märkte eine baldige Lockerung der Geldpolitik nicht auszuschließen. Allerdings bekräftigte Zentralbankpräsident Haruhiko Kuroda auf der internationalen Konferenz des IWF in Lima, die Preisentwicklung in Japan verlaufe gemäß den Erwartungen der Bank of Japan. Eine Ausweitung von QE sei allerdings, so Kuroda, trotz aller Zuversicht möglich, sollte es zu unvorhergesehenen Abweichungen von den Erwartungen kommen. Auch bei USD/JPY sehen wir nach dem starken Kursrückgang kurzfristigen Erholungsbedarf in Richtung 120.



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