Die Meldungen der letzten Woche schickten EUR/USD vorübergegend tief in den Keller bis auf 1,11. Das Währungspaar rangiert bei derzeit 1,120. Nachdem der Kurs auf die Verschiebung der US-Leitzinswende kurzzeitig mit Gewinnen reagierte, drehte er nach Äußerungen von Fed-Notenbankern in den Sturzflug. So bekräftigten Jeffrey Lacker und John Williams ihre Erwartung einer Zinswende in diesem Jahr. Nach der Ankündigung Janet Yellens, nach jedem FOMC-Meeting eine Pressekonferenz einberufen zu können, scheint selbst ein Zinsschritt im Oktober nicht ausgeschlossen. Der Kurs wurde zudem durch Äußerungen von EZB-Chefvolkswirt Peter Praet gedrückt, der zur Wahrung der Preisstabilität in der Eurozone ein kraftvolles Agieren der EZB in Aussicht stellte. Seitens der Konjunktur kamen indes weiter solide Zahlen aus den USA. Der Markit-Einkaufsmanagerindex der Industrie zeigte sich stabil bei 53 Zählern. Gleiches gilt für die Eurozone. Sowohl die Einkaufsmangerindizes (PMI’s) als auch der ifo Geschäftsklimaindex präsentierten erstaunlich solide Werte. Ein Wermutstropfen war dagegen die Abstufung des Bonitätsratings von Frankreich durch Moody’s von AA1 auf AA2. Wir erwarten in der kommenden Woche Kurse zwischen 1,115 und 1,125.
EUR/GBP blieb in der Berichtswoche per Saldo wenig verändert. Der Kurs hatte lediglich zu Wochenbeginn etwas nachgegeben, holte aber wieder auf und rangiert bei momentan 0,734. Unterstützung für den Sterling kam erneut von der britischen Wirtschaft. Die Einzelhandelsumsätze stiegen wie erwartet um 0,2% mom, wobei Kraftstoffe hier 0,1% des Anstieges ausmachten. Wir halten den jüngsten Kursanstieg für etwas überzogen und gehen kurzfristig von rückläufigen EUR/GBP-Kursen in Richtung 0,72 aus.
USD/JPY hat zuletzt leicht nachgegeben und notiert aktuell bei 120,0. Kursrelevante Informationen aus Japan hat es in der „silbernen Woche“, bestehend aus drei Feiertagen (Tag der Alten, Brückenfeiertag und Herbstanfang), nicht gegeben. Die Spekulation auf eine baldige Leitzinswende in den USA konnte dem Kurs keine wesentlichen Impulse verleihen. Das Währungspaar USD/JPY sehen wir in der kommenden Woche mit einem leichten Anstieg auf ein Niveau um 121,0.
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