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18.06.15, 16:37

Aktienmarktkommentar: DAX: Gewinne auf Allzeithoch!


von Joachim Schallmayer*

Die im Dax Index enthaltenen Unternehmen werden in den kommenden 12 Monaten so hohe Gewinne wie noch nie in der Vergangenheit erwirtschaften. Das zumindest zeigen die vom Datenanbieter Factset aggregierten Konsensuszahlen der Analystenschätzungen. In Indexpunkten ausgedrückt liegt die Erwartung aktuell bei einem Gewinnniveau von 835,56 DAX-Punkten. Dividiert man den derzeitigen DAX Indexstand durch die erwarteten Gewinne ergibt sich aktuell auf Indexebene ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 13,1. Das ist ein deutlicher Rückgang gegenüber dem im April markierten Jahreshöchststand bei 15,6. Dass das KGV heute deutlich niedriger ausfällt, ist zum einen eine Folge des seitdem gesunkenen Kursniveaus, zum anderen aber auch auf die stetig weiter nach oben angestiegenen Gewinnerwartungen zurückzuführen. Damit hat sich rein aus Bewertungssicht die Lage am deutschen Aktienmarkt in den vergangenen Wochen spürbar verbessert.DAX Index: Gewinnentwicklung

Trotz dieser fundamental verbesserten Rahmenbedingungen ist die Nervosität am Markt angestiegen und hat in den vergangenen Wochen zu einem Ausverkauf im DAX Index geführt. Diese Stimmungseintrübung ist hauptsächlich zwei Faktoren geschuldet: den veränderten Vorzeichen am Rentenmarkt und dem anhaltenden politischen Gezerre rund um Griechenland. Gemessen am VDAX-Index, welcher die am Optionsmarkt gehandelte Volatilität anzeigt, schätzen die Anleger die Situation aktuell so pessimistisch wie noch nie in diesem Jahr ein. Überhaupt bewegt sich das VDAX Niveau bei nahe 30 am oberen Ende seiner langjährigen Bandbreite.

Das hohe Verunsicherungsniveau zeigt, dass der Markt die über ihm schwebenden Risikofaktoren bereits eingepreist hat. Das gilt sowohl für die schlagartige Korrektur bei Bundesanleihen, als auch für die zunehmende Gefahr eines endgültigen Scheiterns der Verhandlungen mit Griechenland.

Zwar ist nicht auszuschließen, dass Aktien in den kommenden Tagen kurzzeitige Panikattacken verkraften müssen. Diese sollten allerdings kaum das Potenzial haben, den Markt in einen anhaltenden Abwärtsstrudel zu reißen. Dafür sind die fundamentalen Rahmenbedingungen insgesamt zu intakt. In einem solchen Umfeld sollten Anleger Paniktage als Chance sehen und für einen (Wieder-) Einstieg in den Aktienmarkt nutzen.

*Joachim Schallmayer ist im Makro Research der DekaBank für die Aktienmarktstrategie zuständig.


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