Zwischen Hoffen und Bangen.
Die kommenden Wochen haben für die Märkte schwer verdauliche Kost parat. Nicht nur, dass die Ende Juni anstehende Rückzahlung Griechenlands an den Internationalen Währungsfonds IWF wahrscheinlich nicht bzw. nur mit größter Mühe geleistet werden dürfte - nein, vielmehr wird die US-Notenbank Fed wohl kurz danach, genauer gesagt Ende Juli, mit einer ersten Leitzinserhöhung den Exit aus ihrer langjährigen Krisenpolitik beginnen.
Entsprechend werden die Marktakteure bis weit in die zweite Jahreshälfte hinein hoch nervös und angespannt bleiben. Hin- und hergerissen zwischen Hoffen und Bangen werden sie beobachten, ob Griechenland den Klassenerhalt in der Euro-Liga schafft oder ob es ab- bzw. aussteigt. Und es ist ja nicht nur das Schicksal Griechenlands, das in den kommenden Wochen entschieden wird, sondern auch das Schicksal ganz Eurolands. Wenn Griechenland die Regeln der Währungsunion nicht mehr einhalten müsste und dennoch dabei bleiben dürfte, warum sollten die anderen sich dann noch an die Regeln halten? In diesem Fall würde Euroland früher oder später zu einem wachstumsschwachen, reformfeindlichen und von hohen Staatsschulden gelähmten Wirtschaftsraum verkommen. Davor haben die Aktienmärkte wie auch die Rentenmärkte berechtigterweise Angst.
Die Märkte hoffen und bangen aber auch mit Blick auf die in den USA anstehende Leitzinswende. Zwar ist die Hoffnung groß, dass die konjunkturelle Erholung in den USA anhält und an Fahrt gewinnt. Aber zugleich wird es mit jeder guten Konjunkturnachricht wahrscheinlicher, dass Ende Juli die erste Leitzinserhöhung der Fed stattfindet. Weltweit bangen die Marktakteure, wie wohl die US-Wirtschaft die Leitzinserhöhungen verkraftet. Und es sind ja nicht nur die USA, die betroffen sind - überall in der Welt werden die Renditen steigen, es wird Kapital aus den Emerging Markets abfließen. Dies muss die Weltwirtschaft erst einmal wegstecken.
Dass die Aktienmärkte in der derzeitigen Unsicherheit die schon länger erwartete Korrektur eingelegt haben, verwundert nicht weiter. Dass aber in diesem Umfeld die Renditen deutscher Staatsanleihen mit 10-jähriger Laufzeit innerhalb kürzester Zeit auf fast 1 % steigen würden, das hatte wohl kaum jemand auf dem Radar. Es zeigt sich, dass die Rentenmärkte durch die Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank und durch die schärfere Regulatorik weniger liquide und damit sehr schwankungsanfällig geworden sind. In Kombination mit der hohen Nervosität der Marktakteure führt das zwangsläufig zu hohen Kursausschlägen. Was folgt aus all dem für die Anleger? (1) Die Phase extrem niedriger Kapitalmarktrenditen dürfte jetzt vorbei sein. Die Zinswende ist im Gang, wenngleich sie sich sehr langsam und bei hoher Schwankungsbreite vollzieht. (2) Dennoch bleiben die Zinsen noch sehr lange sehr niedrig - und damit bleiben Aktien die attraktivere Anlageklasse.
Das vollständige Dokument können Sie HIER herunterladen.
Disclaimer: Diese Darstellungen inklusive Einschätzungen wurden von der DekaBank nur zum Zwecke der Information des jeweiligen Empfängers erstellt. Die Informationen stellen weder ein Angebot, eine Einladung zur Zeichnung oder zum Erwerb von Finanzinstrumenten noch eine Empfehlung zum Erwerb dar. Die Informationen oder Dokumente sind nicht als Grundlage für irgendeine vertragliche oder anderweitige Verpflichtung gedacht, noch ersetzen sie eine (Rechts- und / oder Steuer-)Beratung; auch die Übersendung dieser stellt keine derartige beschriebene Beratung dar. Alle Angaben wurden sorgfältig recherchiert und zusammengestellt. Die hier abgegebenen Einschätzungen wurden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen und stammen oder beruhen (teilweise) aus bzw. auf von als vertrauenswürdig erachteten aber von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen. Eine Haftung für die Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit der gemachten Angaben und Einschätzungen, einschließlich der rechtlichen Ausführungen, ist ausgeschlossen. Die enthaltenen Meinungsaussagen geben die aktuellen Einschätzungen der DekaBank zum Zeitpunkt der Erstellung wieder, die sich jederzeit ohne vorherige Ankündigung ändern können. Jeder Empfänger sollte eine eigene unabhängige Beurteilung, eine eigene Einschätzung und Entscheidung vornehmen. Insbesondere wird jeder Empfänger aufgefordert, eine unabhängige Prüfung vorzunehmen und/oder sich unabhängig fachlich beraten zu lassen und seine eigenen Schlussfolgerungen im Hinblick auf wirtschaftliche Vorteile und Risiken unter Berücksichtigung der rechtlichen, regulatorischen, finanziellen, steuerlichen und bilanziellen Aspekte zu ziehen. Sollten Kurse/Preise genannt sein, sind diese freibleibend und dienen nicht als Indikation handelbarer Kurse/Preise. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Diese Information inklusive Einschätzungen dürfen weder in Auszügen noch als Ganzes ohne schriftliche Genehmigung durch die DekaBank vervielfältigt oder an andere Personen weitergegeben werden.
DekaBank Deutsche Girozentrale
Mainzer Landstraße 16
60325 Frankfurt
Bei den hier dargestellten Inhalten handelt es sich um fremde Inhalte. Für diese fremden Inhalte ist ausschließlich der jeweilige Eingeber verantwortlich. Eine inhaltliche, redaktionelle Überprüfung durch die DZB Media GmbH erfolgt ausdrücklich nicht. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang ergänzend den Haftungsausschluss unter https://www.zertifikateberater.de/impressum.
Sollte ein hier durch einen Eingeber distribuierter Inhalt aus Ihrer Sicht gegen geltendes Recht verstoßen, schicken Sie bitte eine Email an nc. Der gemeldete Inhalt wird umgehend überprüft und ggf. gesperrt.