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25.10.13, 14:00

Markt-Check: Rätselraten über US-Geldpolitik geht weiter

Das dominierende Thema an den Finanzmärkten ist und bleibt die US-Geldpolitik.

Markt-Check: Rätselraten über US-Geldpolitik geht weiter

Das dominierende Thema an den Finanzmärkten ist und bleibt die US-Geldpolitik. Daran hat sich nach der Sitzung der US-Notenbank (Fed) am 17. und 18. September nichts geändert. Wieder einmal hatten die Marktteilnehmer auf eine Antwort auf die Frage aller Fragen gehofft: Wann und in welchem Ausmaß beginnt die Fed mit der Drosselung ihrer unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen? Konkret geht es um die monatlichen Wertpapierkäufe von derzeit 85 Mrd. US-Dollar. Im Juni hatte Fed-Chef Ben Bernanke angekündigt, dass noch 2013 damit begonnen werden könnte, sie zu senken. Konkret passiert ist bislang nichts. Auch die mit Spannung erwartete Sitzung im September brachte keine neuen Erkenntnisse. Vielmehr setzt die US-Notenbank weiterhin auf ihre Strategie, sich nicht allzu früh festzulegen. Laut Bernanke sei die Zeit noch nicht reif für einen solchen Schritt. Zunächst müsse sich die Erholung von Konjunktur und Arbeitsmarkt als tatsächlich nachhaltig herausstellen.

Notenbank in der Zwickmühle
Diese Vorsicht ist u.a. auch den zuletzt wieder steigenden Risiken für die Erholung der US-Wirtschaft geschuldet. Dazu gehört z.B. das in den vergangenen Monaten gestiegene Zinsniveau in den USA. Es birgt angesichts höherer Finanzierungskosten die Gefahr, die Belebung auf dem US-Immobilienmarkt im Keim zu ersticken. Dabei gilt gerade ein Aufschwung am Häusermarkt als Schlüssel, um die gesamte US-Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Spätestens jetzt wird deutlich, in welche Zwickmühle sich die Fed mit ihrer unkonventionellen Geldpolitik gebracht hat. Eine Drosselung und letztlich komplette Rückführung der Wertpapierkäufe scheint ohne Folgen für die Konjunktur kaum möglich. Die Auswirkungen sind außerdem nicht nur in den USA zu spüren. Die von der US-Notenbank in Aussicht gestellte geldpolitische Wende führte in den vergangenen Monaten dazu, dass Anlagen in Schwellenländern deutlich in der Gunst der Investoren sanken. Die US-Geldpolitik ist damit auch zu einem Belastungsfaktor für die Weltwirtschaft geworden.

Unsicherheit über US-Geldpolitik bleibt
Die abwartende Haltung der Fed wurde daher an vielen Aktienmärkten mit einem Freudensprung gefeiert. Dow Jones®, S&P 500®, aber auch der DAX® kletterten in noch nie dagewesene Höhen. Nach den neuen Rekorden folgte jedoch schnell Ernüchterung. Schließlich bleibt die Unsicherheit über den weiteren geldpolitischen Kurs in den USA. Für Verwirrung sorgten zudem die widersprüchlichen Aussagen verschiedener US-Notenbanker. Ein Bremsfaktor war ferner der sich zuspitzende Streit in den USA über den Staatshaushalt. Weil sich Demokraten und Republikaner im Kongress nicht auf einen Übergangsetat einigen konnten, verhängte die Regierung am 1. Oktober sogar den Haushaltsnotstand. Staatsbedienstete wurden in unbezahlten Zwangsurlaub geschickt und damit die Verwaltung lahmgelegt. Bis zum 17. Oktober muss sich der Kongress zudem auf eine Erhöhung der Schuldengrenze einigen, sonst droht den USA die Zahlungsunfähigkeit.

Europa wieder stärker im Fokus
Angesichts der Baustellen in den USA und auch dem nachlassenden Interesse der Investoren an den Schwellenländern könnte Europa und speziell die Eurozone wieder stärker in den Fokus der Anleger rücken. Schließlich scheinen weitere konjunkturelle Lichtblicke die wirtschaftliche Erholung der vergangenen Monate zu bestätigen. Dies zeigt sich beispielhaft am erneut gestiegenen Einkaufsmanagerindex (Eurozone Composite Produktion, vgl. Grafik auf der Seite zuvor), der im September ein 27-Monats-Hoch markiert hat und inzwischen so hoch steht wie seit dem zweiten Quartal 2011 nicht mehr. Zudem hatte sich in Deutschland der ifo Geschäftsklimaindex abermals verbessert, wenn auch nur minimal. Die Reaktionen bei EURO STOXX 50® und DAX® waren jedoch verhalten. Und auch auf den Ausgang der Bundestagswahl reagierten die Märkte kaum.

Ausblick auf das letzte Quartal: Alles ist möglich
Die konjunkturellen Fortschritte in der Eurozone sind jedoch fragil. Ein potenzieller Belastungsfaktor bleibt die Schuldenkrise. Im Vorfeld der Bundestagswahl in Deutschland war es diesbezüglich eher ruhig. Einige der jüngsten Nachrichten zeigen jedoch, dass die Krise schnell wieder aufflammen könnte. Beispielhaft dafür ist die zwischenzeitliche Regierungskrise in Italien. Sie könnte das ohnehin konjunkturell und haushaltspolitisch angeschlagene Land noch stärker in die Bredouille bringen. In anderen Ländern wie Griechenland, Portugal und Spanien, ist die politische, wirtschaftliche und soziale Lage nicht minder schwierig.

In das Schlussquartal 2013 starten die europäischen Aktienmärkte daher in einem Spannungsverhältnis aus politischen und geldpolitischen Belastungsfaktoren auf der einen Seite sowie der Zuversicht auf eine anhaltende wirtschaftliche Belebung auf der anderen. Zudem beginnt nun die Berichtssaison für das dritte Quartal. Können die Firmen mit Zahlen und Ausblicken überzeugen? Oder machen sich hier die Sparprogramme negativ bemerkbar? Eine klare Tendenz ist derzeit noch nicht zu erkennen. Von einer Jahresendrally bis zu einer Rückkehr in den Krisenmodus scheint an den Märkten derzeit vieles möglich zu sein.





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