In der vergangenen Handelswoche kehrte wieder etwas Ruhe ein. Die US-Notenbank und China waren zwar immer noch die primären Themen. Allerdings verloren sie etwas von ihrem Schrecken. Sowohl die Anleihen- als auch die Aktienmärkte verbuchten mehrheitlich Zugewinne.
Bei der Auswertung von über 170 Länderindizes fällt auf, dass vor allem die Verlierer der Vorwoche(n) überdurchschnittlich zulegten. Das gilt allen voran für die Schwellenländerindizes S&P SMIT 40 (Price Return) Index (EUR) und FTSE® Latibex Top. Aber auch die führenden Indizes der Industrienationen, konnten in der zurückliegenden Woche wieder deutlich zulegen. Der Dow Jones Industrial ® Average Index schraubte sich über 15.000 Punkte. Der EURO STOXX® 50 näherte sich der 2.600 Punkte-Marke und der DAX® schielte zeitweise über 8.000 Punkte.
(Ost-) Europa freundlich. ATX ® gibt deutlich nach
Die europäischen Indizes legten in den zurückliegenden fünf Handelstagen mehrheitlich zu. Den deutlichsten Sprung machte einer Auswertung von HypoVereinsbank onemarkets zufolge der HTX ® EUR gefolgt vom RDX ® Total Return in EUR. Dabei testete der HTX ® EUR zu Wochenbeginn noch die Tiefststände vom April 2013. In den folgenden Tagen gelang dem Index jedoch ein Sprung von knapp 1.500 Punkten. Der Bereich von rund 2.800 Punkten erwies sich in der jüngsten Vergangenheit oft als Wendepunkt. Gelingt der Durchbruch, hat der Index aus technischer Sicht Luft bis 3.000 Punkte. Andernfalls droht eine erneute Korrektur bis 2.640 Punkte.
Der RDX ® NTR Index notiert seit rund zwei Jahren in einem Seitwärtstrend zwischen 1.375 und 1.750 Punkten. Aktuell liegt er im unteren Bereichs des Korridors. Daran ändert auch die jüngste Erholung nicht viel. Die Krux: Aktuell fehlt noch das Momentum, um nachhaltig wieder die obere Region der Bandbreite anzuvisieren. Dennoch könnte es sich lohnen den Index im Visier zu behalten. Wird die Hürde bei 1.550 Punkten überwunden, könnte die Dynamik zunehmen.
Trotz der globalen Entspannung gab es auch im Beobachtungszeitraum wieder Verlierer. Einer davon war der ATX ®. Er fiel auf den tiefsten Stand seit November 2012. Im Bereich von 2.125 Punkten hat der Index jedoch eine starke Unterstützung. Die Chancen stehen also aus technischer Sicht gut, dass sich der Index demnächst stabilisiert. Vorausgesetzt die weltweiten Börsen spielen mit.
Schwellenländer wieder vorn
Der S&P SMIT 40 (Price Return) Index (EUR) musste in den vergangenen Wochen kräftig Federn lassen. Vor allem die politischen Spannungen in der Türkei ließ die Kurse in Istanbul purzeln und riß damit den SMIT (Südkorea, Mexiko, Indonesien und Türkei mit. Vergangene Woche hat sich die Lage an den Emerging Markets insgesamt, aber an der türkischen Börse im Besonderen verbessert. So schaffte es der S&P SMIT 40 (Price Return) Index (EUR) auf Platz drei der stärksten Länder- beziehungsweise Regionenindizes. Platz eins und zwei ging an Mexiko und Indonesien – ebenfalls Mitglieder im SMIT.
Ebenfalls lange Zeit stark unter Druck waren die Börsen in Südamerika. Das gilt vor allem für Brasilien. In der Berichtswoche war Durchatmen angesagt. Ob das nun an der guten Vorstellung von Superstar Neymar und der Selecao lag, ist offen. Die politische Lage bleibt weiterhin angespannt und kann zu neuen Eskalationen führen.
Stand: Schlusskurse vom Freitag, 28. Juni 2013, 17:30 Uhr
Weiter Infos unter: www.onemarkets.de
Kommentator: Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets
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