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21.06.13, 14:24

HypoVereinsbank onemarkets: Versicherungen sind überall gefragt

Die Münchener Rück erschließt neue Geschäftsfelder. Die Versicherungsgesellschaft investiert in den nächsten Jahren Milliarden in den Sektor der erneuerbaren Energien. Auch in Asien will das Unternehmen stark wachsen. Für 2013 strebt der Konzern einen Gewinn von drei Milliarden an.

 

Wer vom Weltraum aus auf den Himalaya blickt oder sich die asiatische Bergkette auf einem Globus anschaut, der ahnt bereits, wie unwegsam das Gebirgsmassiv ist. Der Rohtang-Pass in der  nordindischen Provinz Himachal Pradesh im Himalaya zählt zu den am schwersten zugänglichen Gegenden der Welt und ist an neun Monaten im Jahr nicht passierbar. Doch ausgerechnet dort soll ein 8,3 Kilometer langer Tunnel entstehen. Ein anspruchsvolles Projekt. Die Bauunternehmer müssen sämtliche Gerätschaften unter schwierigsten Bedingungen auf meist schlechten Straßen zur Baustelle transportieren. Widrige Wetterlagen oder mögliche Steinschläge sind eine Gefahr für Mensch und Maschine. Dafür, dass es beim Bau des Tunnels nicht zu Komplikationen kommt, sorgen unter anderem Mitarbeiter eines deutschen DAX®-Unternehmens. Experten der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG besuchen in regelmäßigen Abständen die Baustelle, um sich ein Bild davon zu machen, wie potenzielle Risiken beim Bau des Tunnels gehandhabt werden können. Die Münchener Rück ist weltweit aktiv und versichert ihre 4.000 Kunden gegen Risiken aller Art. Die Absicherung des Rohtang-Tunnels ist dabei nicht das einzige ungewöhnliche Versicherungsobjekt. Der Konzern bietet auch Versicherungen für Offshorewindanlagen und Weltraumsatelliten an.

Derzeit richtet die Münchener Rück ihr Augenmerk besonders auf Asien. Das Unternehmen geht davon aus, dass die zahlreichen Großbauprojekte und Wirtschaftsunternehmen auf dem Kontinent Versicherungsschutz benötigen. Zumal die Region eine der unsichersten der Welt ist. Eine interne Studie der Münchener Rück zeigt, dass sich seit 1980 weltweit 40 Prozent aller Naturkatastrophen in Asien ereignet haben. 45 Prozent der dadurch verursachten volkswirtschaftlichen Schäden betrafen diesen Raum. Die Münchener Rück kann dort mit ihrer Expertise punkten. Bereits 1974 richtete sie ein sogenanntes GeoRisikenZentrum ein, das jedes Jahr 1.000 Schadensereignisse analysiert. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse erlauben detaillierte Gefährdungs- und Trendanalysen auf regionaler und globaler Ebene. Neben Asien ist auch der Bereich der erneuerbaren Energien ein großes Wachstumsfeld. Im Frühjahr 2012 kündigte der Konzern an, Milliarden in diesen Sektor zu investieren. „Wir wollen das in den nächsten drei bis fünf Jahren auf bis zu 2,5 Milliarden Euro ausweiten“, sagte Vorstand Thomas Blunck der Wirtschaftswoche. Der Konzern ließ auf seine Worte Taten folgen und konnte rasch erste Erfolge vermelden. So ist die Münchener Rück laut Unternehmensangaben die erste Versicherungsgruppe, die Schutz gegen Serienschäden bei Offshorewindanlagen anbietet. Die Deckung sieht vor, dass die Versicherungsgesellschaft für die Reparatur oder den Austausch von defekten Turbinen beziehungsweise einzelnen Komponenten zahlt, falls ein Schaden an einer Reihe von Bauteilen auftritt – zum Beispiel am Getriebe oder am Rotor. Im Dezember vergangenen Jahres schloss die Münchener Rück einen Vertrag zur Absicherung eines Windparks in der Nordsee mit dem Windenergieanlagenhersteller REpower und dem Versicherungsmakler Nordwest Assekuranz ab. Ebenfalls im Dezember konnte die Münchener Rück Yingli Solar als Kunden gewinnen. Der Konzern versichert den Photovoltaikhersteller gegen unerwartet hohe Leistungsgefälle der Solarmodule.

 

Größeres Risikobewusstsein

Mit einem Umsatzanteil von 54 Prozent ist die Rückversicherungssparte die stärkste Säule der Münchener Rück. Ein weiteres starkes Standbein sind Erstversicherungen, die vom  Tochterunternehmen ERGO betreut werden. Über ein Drittel des Umsatzes realisiert der Konzern mit seiner Erstversicherungstochter ERGO. Die ERGO-Gruppe hat rund 35 Millionen Kunden, die beispielsweise Kranken-, Unfall- oder Haftpflichtversicherungen abgeschlossen haben. Auch für diese Versicherungen ist Asien ein starker Markt. Denn die Mittelschicht wächst stetig und die Menschen entwickeln ein stärkeres Risikobewusstsein. Die Münchener Rück geht davon aus, dass sich in dieser Region die Beiträge bis 2020 verdoppeln werden. Das Unternehmen rechnet mit einem Zuwachs von 2,2 Billionen Euro. Davon werden 670 Milliarden Euro in aufstrebenden Ländern wie China und Indien generiert. Im vergangenen Jahr blieb dieser Konzernteil jedoch hinter den Erwartungen zurück und verzeichnete lediglich einen Gewinn von 0,25 Milliarden Euro. Der Grund waren Restrukturierungsmaßnahmen. ERGO will sich schmaler aufstellen und anstelle von fünf Vertriebskanälen nur noch zwei betreiben. Ziel ist es, bis 2015 rund 160 Millionen Euro brutto einzusparen. Die Maßnahmen scheinen erste Wirkung zu zeigen: Die  Versicherungsgruppe verbesserte im ersten Quartal dieses Jahres ihr Ergebnis von 97 auf 120 Millionen Euro.

 

Potenzial im Mittleren Osten

Auch die dritte Säule Munich Health, die 13 Prozent des Konzerns ausmacht und  Krankenversicherungen außerhalb Deutschlands anbietet, steht vor größeren Restrukturierungsmaßnahmen. Im vergangenen Jahr verbuchte dieser Bereich einen Verlust von 90 Millionen Euro. Grund waren Verluste und Abschreibungen im USA-Geschäft. In der Pressemitteilung zur Veröffentlichung der Jahreszahlen berichtete die Münchener Rück, dass der Konzern „umfassende und tiefgreifende Maßnahmen“ eingeleitet habe, um die Ergebnissituation deutlich zu verbessern. Im ersten Quartal dieses Jahres erwirtschaftete der Geschäftsbereich immerhin einen Gewinn von 37 Millionen Euro. Als vielversprechend könnte sich künftig das Geschäft im Mittleren Osten erweisen, wo Munich Health im vergangenen Jahr verstärkt aktiv war. So ergaben sich mehrere Kooperationen im Emirat Katar sowie in Saudi-Arabien.  Trotz der Restrukturierungen war das vergangene Jahr insgesamt ein gutes Jahr für den Konzern. Er erwirtschaftete einen Gewinn von 3,2 Milliarden Euro und übertraf somit den ursprünglich erwarteten Gewinn von 2,5 Milliarden. Das kommende Jahr könnte fast genauso gut ausfallen. „Auch wenn die Konsolidierung der Staatsfinanzen und hohe Arbeitslosigkeit die konjunkturelle Dynamik in vielen Industrieländern schwächen werden, bleiben wir für unser Geschäft optimistisch“, sagt Vorstandsvorsitzender Nikolaus von Bomhard. Für das kommende Jahr strebt der Konzern einen Gewinn von drei Milliarden Euro an. Bis jetzt liegt Münchener Rück im Plan: Bereits im ersten Quartal verzeichnete das Unternehmen einen Gewinn von einer Milliarde Euro. Auch auf die tiefgreifenden Veränderungen im europäischen Versicherungsmarkt ist Münchener Rück gut vorbereitet. Die Europäische Union verlangt, dass Versicherungen ihre Eigenkapitalquote erhöhen müssen, um sich gegen Risiken abzusichern. Die Reform des Versicherungsaufsichtsrechts Solvency II sollte eigentlich Anfang 2014 in Kraft treten, verschiebt sich nun aber auf unbestimmte Zeit. Die Münchener Rück erfüllte bereits im vergangenen Jahr die Voraussetzungen. Die verfügbaren Eigenmittel lagen bei 129 Prozent des von dem Konzern definierten Risikopotenzials. Laut Unternehmensangaben ist dieser Bedarf sehr konservativ gerechnet und entspricht dem 1,75-Fachen der Menge, die unter Solvency II voraussichtlich notwendig sein wird.

Die Münchener Rück hat ihre Hausaufgaben also gemacht. In den vergangenen Jahren hat sich die Aktie deshalb als verlässliche Anlage erwiesen. Seit Mitte 2011 kletterte der Aktienkurs von knapp 80 Euro auf über 140,81 Euro (Stand: 21. Juni 2013). Anleger beglückte der Konzern stets mit einer steigenden Dividende. 2012 zahlte die Münchener Rück 7 Euro pro Aktie und lag damit 0,75 Euro über dem Vorjahreswert. Die Analysten von Kepler Chevreux stufen das Unternehmen mit „Kaufen“ ein.

 

 Quelle: onemarkets Magazin HypoVereinsbank, Juni 2013

 

Überproportionaler Gewinn

Wer glaubt, die Aktie des Unternehmens könnte sich in den kommenden Monaten positiv entwickeln, für den könnte ein Call Optionsschein auf die Aktie der Münchener Rück AG interessant sein. Das Wertpapier bietet Anlegern die Chance, überproportional von einem Kursanstieg des zugrunde liegenden Basiswertes zu profitieren. Der Einsatz ist im Vergleich zu einem Direktinvestment deutlich geringer. Dafür müssen Anleger in Kauf nehmen, dass sie auch überproportional an Verlusten partizipieren. Notiert der Basiswert allerdings am finalen Bewertungstag auf oder unter dem Basispreis, verfällt der Optionsschein wertlos und Anleger erleiden einen Totalverlust. Wer davon ausgeht, dass der Aktienkurs lediglich moderat steigen oder seitwärts tendieren könnte, sollte sich eine Aktienanleihe auf die Aktie der Münchener Rück AG  anschauen. Unabhängig von der Entwicklung der Aktie bekommen Anleger eine jährliche Zinszahlung. Außerdem erhalten Investoren am Laufzeitende 100 Prozent des Nominalbetrages, wenn die Aktie am Bewertungstag auf oder oberhalb des Basispreises notiert. Sollte der Kurs dann unter dieser Schwelle liegen, erfolgt die Rückzahlung in Form von Aktien. Für Anleger bedeutet das in der Regel einen Verlust. Anleger sollten bedenken, dass Aktienanleihen und Optionsscheine Inhaberschuldverschreibungen sind. Bei Insolvenz der entsprechenden Emittentin droht ein Verlust bis hin zum Totalverlust.

Weitere Infos unter: www.onemarkets.de

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