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10.06.13, 15:07

onemarkets Wochenkommentar: Märkte schnaufen (kräftig) durch

Die vergangene Woche war nichts für schwache Nerven. Das gilt vor allem für die zweite Wochenhälfte.

Zunächst präsentierte Japans Regierungschef Shinzo Abe in einer Rede ein Strategiepapier für mehr Wachstum. Die Krux dabei: Es fehlten konkrete Details und schürte somit Zweifel, dass Abes Pläne aufgehen. Tags darauf trat EZB-Chef Mario Draghi vor die Presse. Die Reaktion der Märkte war mit der in Japan vergleichbar. Zwar wird die EZB weiter an der Politik des billigen Geldes festhalten. Mehr Unterstützung für die Wirtschaft in der Eurozone gibt es (zunächst) nicht. Am Freitag erreichte dann der Datenreigen der Woche den Höhepunkt: Die US-Arbeitsmarktdaten seitens der Regierung. Die Daten überraschten das Gros der Volkswirte. Zu den wenigen Ausnahmen zählte Harm Bandholz, US-Chefvolkswirt der UniCredit Bank. Er lag mit seiner Prognose am Besten und erwartete die deutliche Verbesserung. Trotz der Erholung zum Wochenschluss endete die Woche für fast alle der rund 170 von HypoVereinsbank onemarkets ausgewerteten Länderindizes mit teilweise deutlichen Verlusten. Besonders unter Druck kamen unter anderem der japanische Nikkei 225 Index und der türkische Istanbul Stock Exchange National 30 Index.

Europa: DAX® kann wichtige Unterstützung verteidigen
Der DAX® zählte im Wochenvergleich zu den größeren Verlierern. Allerdings scheint die 61,8%-Retracementlinie bei 8.121 Punkten den Index aufgefangen zu haben. Bei einem Retracement wird zunächst die Differenz aus Tiefkurs und der Hochkurs einer bestimmten Marktphase errechnet. Der jüngste DAX®-Anstieg vom 19.4. (7.418) bis zum Allzeithoch (8.557) am 22.5. waren 1.139 Punkte. Deutet sich eine Korrekturphase an, endet sie häufig bei 61,8%, 50% oder 38,2% des nominalen Anstiegs. In diesem Fall liegt die so genannte 61,8%-Retracementlinien bei 8.121 Punkten (61,8%*nominaler Anstieg + Startniveau; 61,8% * 1.139 + 7.418 = 8.121). Die 50%-Retracementlinie liegt bei 7.988 Punkten.
Kann sich der Index zum Wochenauftakt oberhalb dieser Marke stabilisieren oder gar bis 8.288 Punkte erholen, dürfen die Marktbullen wieder Hoffnung schöpfen. Das Duell der Bullen und Bären scheint allerdings längst nicht beendet. Das zeigt sich auch beim EURO STOXX® 50 Index. Der Index hat in der vergangenen Woche wichtige Unterstützung unterschritten, die nun erst wieder zurück erobert werden müssen.
In der Türkei drückte hingegen nicht nur der globale Marktstimmung, sondern auch die innenpolitischen Spannungen auf den Kurs. Im Bereich von 9.000 Punkten findet der Istanbul Stock Exchange National 30 Index allerdings eine starke Unterstützung, die bis auf das Jahr 2010 zurückgeht. Es besteht aus technischer Sicht somit durchaus die Möglichkeit, dass sich der Index nun (vorübergehend) fängt. Wird die Unterstützung unterschritten, droht eine Fortsetzung des Abwärtstrends bis 8.000 Punkte.

Asien: Japan und China stürzen
Die Aktien in Tokio gerieten in der vergangenen Woche erneut gehörig unter Druck. Damit verlor der Index innerhalb weniger Handelstage rund 3.000 Punkte. Im Bereich von 13.000 Punkten besteht allerdings eine gute Chance auf eine Bodenbildung, denn dort verlaufen historisch einige Unterstützungslinien. Zudem befindet sich bei rund 13.150 Punkten die 61,8%-Retracementlinie des jüngsten Anstiegs.
Ganz so positiv sieht die Situation in China nicht aus. Beim Hang Seng China Enterprises Index läuft gerade die zweite Abwärtswelle. Sollte die Unterstützung bei rund 10.000 Punkten in den nächsten Tagen unterschritten werden, droht aus technischer Sicht eine Korrektur bis 8.000 Punkte.

Mehr dazu finden sie in unserem Blogbeitrag
http://blog.onemarkets.de/nikkei-225-kommt-jetzt-der-rebound/#more-2813  


Amerika: Gegen den Trend aufwärts
Die amerikanischen Indizes zählten zu den wenigen Barometern, die im Beobachtungszeitraum leicht zulegen konnten. Der S&P 500® (Price Return) Index testete im Wochenverlauf die Unterstützung bei 1.600 Punkten, ehe er den seit November 2012 gebildeten Aufwärtstrend am Freitag fortsetzte. An der positiven Aussicht ändert sich nichts, solange die Unterstützung hält.
Der NASDAQ-100® Index schloss vergangene Woche das Anfang Mai geöffnete Gap. Zudem ist der Trend kurzfristig abwärtsgerichtet. Der weitere Verlauf wird davon abhängen, ob der Index die 3.000 Punkte-Marke zurückerobern kann. Gelingt es, könnten die Optimisten wieder Oberwasser bekommen. Solange diese Marke nicht überschritten wird, bleibt das Rückschlagrisiko auf 2.900 Punkte oder gar darunter.

Stand: Schlusskurse vom Freitag, 7. Juni 2013, 17:30 Uhr

Weitere Infos unter: www.onemarkets.de

Kommentator: Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets

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