Die vergangene Woche begann wie die vorangegangene aufgehört hat. DAX® und Dow® waren in Rekordstimmung. Dann allerdings kam Ben Bernanke. Der US-Notenbankchef sprach vor dem US-Kongress. Konkretes gab es wenig. Das allerdings öffnete Spekulationen um ein baldiges Ende der Anleihenkäufe seitens der Notenbank Tür und Tor. Verschärft wurden sie noch durch die Veröffentlichung des jüngsten Sitzungsprotokolls. Demnach sind sich wohl die Notenbank-Gouverneure keineswegs einig über den weiteren Kurs.
Die Unsicherheit löste in der zweiten Wochenhälfte zum Teil ein heftiges Gewitter an den Börsen aus. Vor allem die "Stars" der vergangenen Wochen wie der japanische Nikkei 225 und der griechische FTSE/ATHEX® 20 Index kamen deutlich unter Druck. Von über 160 von HypoVereinsbank onemarkets ausgewerteten Länderindizes konnte nur eine Hand voll im Vergleich zur Vorwoche zulegen. Dazu zählen der Ukrainian Traded Index in EUR (UTXEUR®).
Unter den Branchenindizes schafften es deutlich mehr ins Plus. Zu den Gewinnern zählten unter anderem Edelmetallaktienindizes wie der NYSE Arca Junior Gold BUGS (Price-) Index.
Europa: Indizes im Korrekturmodus
Mit der Korrektur der vergangenen Handelstage hat sich das technische Bild zahlreicher Indizes eingetrübt. So unterschritt der EURO STOXX® 50 Index die 2.800 Punkte-Marke. Die nächste Unterstützung liegt bei 2.727 Punkten. Im weiteren Verlauf könnte der Index gar bis 2.700 Punkte korrigieren. Ähnlich zeigt sich das Bild beim französischen CAC 40® Index. Die jüngste Rallye war so dynamisch, dass kaum solide Unterstützungen gebildet wurden. Das heißt: Aus technischer Sicht könnte der Index von rund 3.960 Punkte auf 3.800 Punkte fallen.
Bei den Gewinnern der vergangenen Woche wie dem Ukrainian Traded Index in EUR (UTXEUR®) gibt es trotz des leichten Zugewinns wenig Grund zur Euphorie. Der Index kam in den vergangenen Monaten stark unter Druck und bildet nun im Bereich von 250 Punkten einen Boden. Indizien für einen nachhaltigen Anstieg gibt es noch nicht.
Amerika zeigt Schwächen – nicht mehr
Der S&P 500 Index hat den seit Mitte April 2013 gebildeten kurzfristigen Aufwärtstrend nach unten durchbrochen. Damit droht nun eine Korrektur auf das April-Hoch von 1.600 Punkte. Beim NASDAQ-100 Index könnte die Korrektur prozentual gar noch deutlicher ausfallen. In beiden Fällen bliebe eine solche Konsolidierung noch ohne Konsequenzen für das langfristige technische Bild. Das würde bedeuten: weiterhin aufwärtsgerichtet. Bullen dürften frühestens dann das Ruder übernehmen, wenn die jüngsten Höchststände überschritten werden.
Branchen: Goldminen glänzen wieder
Der NYSE Arca Junior Gold BUGS (Price-) Index konnte gegen den allgemeinen Trend im Beobachtungszeitraum zulegen. Für viele Anleger dürfte das allerdings nur ein Wermutstropfen sein. Schließlich musste der Index in den vergangenen Monaten aufgrund des deutlich gesunkenen Goldpreises deutlich Federn lassen. So wäre es wohl auch verfrüht, aktuell schon von einer Bodenbildung zu reden. Optimismus scheint frühestens oberhalb von 420 Punkten berechtigt.
Stand: Schlusskurse vom Freitag, 24. Mai 2013, 17:30 Uhr
Weitere Infos unter: www.onemarkets.de
Kommentator: Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets
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