Nach den Verlusten der Vorwoche legte im Beobachtungszeitraum vom 8. bis 12. April 2013 ein Großteil der internationalen Aktienbarometer wieder (deutlich) zu. Zum wiederholten Mal rangierte dabei Japans Nikkei 225 (Price-) Index unter den Top-Gewinnern der Woche. Der Index zeigt derzeit eine solche Aufwärtsdynamik, dass Analysten laufend ihre Kursziele erhöhen (müssen). Am Wochenende waren es die Analysten von Goldman Sachs, die ihre Prognose nun auf 16.000 Punkte nach oben schraubten. Schlechte Wirtschaftsdaten aus China bremsten heute Morgen allerdings erst einmal die Euphorie.
Eine Vielzahl der deutschen Anleger traut der japanischen Hausse ohnehin nicht und bleibt in Europa. Schließlich bieten sich auch hier immer wieder Chancen. Besonders im Fokus standen in der vergangenen Woche der FTSE/ATHEX® 20 Index, der österreichische ATX® five (Price-) Index und deutsche Nebenwerteindizes wie der DivMSDAX® (Total Return) Index EUR und der SDAX® (Total Return) Index, die allesamt überdurchschnittlich stark zulegten.
Hedgefonds jagen griechische Aktien
Die europäischen Aktienbarometer konnten im Beobachtungszeitraum mehrheitlich zwar zulegen. Dennoch ist noch Vorsicht geboten. Bei den Kursverlusten der Vorwoche verletzten zahlreiche Indizes ihre mittelfristigen Aufwärtstrends. Das gilt beispielsweise für den EURO STOXX® 50 (Price-) Index, der die 2600 Punkte-Marke kurzfristig unterschritt. Inzwischen konnte er die Marke zwar zurückerobern. Dennoch besteht weiterhin das Risiko, dass der Index erneut bis 2570 Punkte zurückfällt. Eine Fortsetzung des Abwärtstrends deutet sich trotz starker Kursgewinne auch beim spanischen IBEX 35 Index an. Die Erholung brachte das Barometer exakt an die obere Begrenzung des Mitte März gestarteten Abwärtstrends. Ein Ausbruchversuch misslang jedoch. So droht eine neue Korrektur bis zur Unterstützung bei 7780 Punkten ehe ein neuer Versuch gestartet werden dürfte. Ein ähnliches Schicksal droht dem österreichischen ATX® five (Price-) Index, wenn er in den kommenden Tagen die Marke von 1500 Punkten nicht signifikant überschreitet.
Der griechische FTSE/ATHEX® 20 Index zeigt derzeit hingegen starke Aufwärtsdynamik. Ob dies daran liegt, dass internationale Hedgefonds wie Third Point, Oaktree Capital und Fortress Investment Group neuerdings in Griechenland auf Schnäppchenjagd gehen, ist offen. Nach einem mehrmonatigen Tief von 253 Punkten am vergangenen Montag, stieg das Aktienbarometer bis Wochenschluss auf über 300 Punkte und durchbrach damit den seit Mitte Februar 2013 gebildeten Abwärtstrend. Bestätigt sich dieses Niveau in der laufenden Woche, besteht aus technischer Sicht durchaus die Chance auf eine weitere Erholung bis 350 Punkte. Anleger sollten allerdings auf der Hut sein. Rücksetzer sind weiterhin nicht ausgeschlossen.
Russland durchbricht wichtige Trendlinie
Seit Wochen schwächeln nun russische Aktien. Dass Chinas Wirtschaft im ersten Quartal "nur" 7,7 statt der erwarteten 8 Prozent gewachsen ist, setzte den RDX® (Total Return) Index heute morgen allerdings so stark unter Druck, dass der seit Frühjahr 2009 gebildete Aufwärtstrend nun verletzt wurde. Die kommenden Tage werden nun darüber entscheiden, ob der Index bis 1220 Punkte weiter fällt oder die Chance auf eine kurzfristige Gegenbewegung bis 1430 Punkte besteht. Die Bewertung russischer Aktien liegt laut Bloomberg bei 5,11 (KGV). International betrachtet ist das ein Schnäppchen, aber wer greift schon gern in ein fallendes Messer. So nämlich lautet eine Börsenweisheit: "Never catch a falling knife".
USA - Daten entscheiden
In der laufenden Woche kommt der Datenreigen nun endlich in Fahrt. Neben Intel werden unter anderem Ebay, Microsoft und Yahoo Zahlen zum zurückliegenden Quartal veröffentlichen. Die Spannung ist groß: Gelingt den Blue-Chips der Tech-Branche die Erwartungen zu übertreffen, könnte der NASDAQ-100® Index bereits in dieser Woche den Widerstand bei 2878 Punkten überschreiten und mittelfristig die 3000 Punkte-Marke anpeilen. Scheitert er hingegen erneut, droht eine erneute Korrektur bis 2760 Punkte.
Stand: Schlusskurse vom Freitag, 12. April 2013, 17:30 Uhr
Weitere Infos unter: www.onemarkets.de
Kommentator: Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets
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