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08.04.13, 17:39

onemarkets Wochenkommentar: Osteuropa und Immobilien stemmen sich gegen den Trend

Osteuropa und Immobilien stemmen sich gegen den Trend

 

So mancher Anleger reibt sich wohl die Augen. Eine solche Kursentwicklung gab es doch schon einmal. Stimmt. Im März 2012. Knickt der Markt nun ähnlich ein wie im vergangenen Jahr? Die ersten Handelstage im zweiten Quartal verheißen jedenfalls nichts Gutes. Von rund 150 von HypoVereinsbank onemarkets ausgewerteten Länderindizes erzielten in der vergangenen Woche nur 10 Indizes Zugewinne gegenüber der Vorwoche. Einmal mehr führt Japans Nikkei 225 Index die Liste der Gewinner an. Überraschend gut entwickelten sich auch einige osteuropäischen Barometer wie der ungarische Hungarian Traded Index® (EUR) und der Serbian Traded Index® (EUR). Zu den größten Verlierern zählten neben dem griechischen FTSE/ATHEX® ATHEX 20 Index, die Aktienbarometer aus Kasachstan und der Ukraine. Bei den Branchenindizes zeigte sich ein ähnliches Bild. Gewinnen konnten in erster Linie (vermeintlich) defensive Bereiche wie Immobilien, Telekommunikation und Versorger während vor allem Rohstoffaktienindizes kräftig verloren.
 
Europa: DAX rutscht ab, Osteuropa klettert nach oben
Deutschlands Aktienbarometer gaben in der zurückliegenden Woche teilweise deutlich nach. Während der DivDAX® (Net Return) nur knapp ein Prozent verlor, verbuchten die Indizes der zweiten Reihe – MDAX® und TecDAX® Verluste von über drei Prozent. Der EURO STOXX® 50 (Price-) Index musste ebenfalls deutlich Federn lassen und notiert nun wieder im Bereich der Unterstützung von 2.600 Punkten. Solange diese Marke verteidigt wird, besteht weiter die Chance erneut auf 2.750 Punkte oder gar darüber hinaus zu steigen. Zunächst sollten Anleger jedoch abwarten, in welche Richtung die Reise gehen könnte.
Beim Hungarian Traded Index® scheint der Trend klar – Aufwärts. In der zweiten Märzhälfte begann der Index mit der Bildung eines Bodens im Bereich von 2.700 Punkten. In der vergangenen Woche brach der Index aus dieser Bodenbildung nach oben aus. Der seit Februar 2013 gebildete Abwärtstrend ist zwar noch intakt. Bei einem Ausbruch über 2800 Punkte könnte der Index jedoch erneut starke Kaufimpulse bekommen. Anleger sollten allerdings auf der Hut sein. Eine Rückkehr unter 2.650 Punkte birgt das Risiko weiterer hoher Verluste. Der Serbian Traded Index® (EUR) ist bereits seit September 2012 im Aufwind und erreicht inzwischen das Hoch vom März 2012. Gelingt der Ausbruch über 186 Punkte, ist der Weg bis 200 Punkte aus technischer Sicht frei.
 
Gold und Öl: Rohstoffaktien stürzen ab
Sie zählen nicht nur zu den Verlierern der zurückliegenden Woche. Sie sind bereits seit Wochen, wenn nicht gar Monaten unter Druck wie lange nicht mehr. Rohstoffaktien (englisch: Basic Resources). Der Trend ist nachvollziehbar. Gold ist auf Talfahrt und testete vergangene Woche die wichtige Unterstützung bei 1.550 Dollar pro Feinunze. Beim Ölpreis zeigt sich eine ähnliche Entwicklung. Allerdings hat der Kurs für ein Fass Brent Oil in der zurückliegenden Woche bereits eine wichtige Unterstützung unterschritten. Nun blicken alle Marktteilnehmer gespannt auf die 100 Dollar-Marke. Wird dieser Level ebenfalls unterschritten, droht eine weitere Korrektur. Aber es ist nicht nur Gold und Öl. Der Rohstoffmarkt zeigt sich insgesamt recht schwach. Das spiegelt sich am Kursverlauf des UBS Commodity Index Total Return wider, der seit Monaten nach Süden zeigt. Diese Entwicklung hinterlässt Spuren bei den Rohstoffwerten. Der NYSE Arca Gold BUGS (Price-) Index gab in der zurückliegenden Woche über 8 Prozent ab. Die Länderindizes von wichtigen Öl- und Gasländern sowie Lieferanten von Industriemetallen wie Kasachstan und die Ukraine notieren auf dem tiefsten Stand seit Frühjahr 2009. Ein Ende der Talfahrt ist noch nicht in Sicht.
 
Immobilien: Solides Investment
In Deutschland steht Betongold hoch im Kurs. Das gilt vor allem für Immobilien im Dunstkreise beliebter Metropolen wie Berlin, Hamburg und München. Unter Anlegern scheint allerdings auch Asien hoch im Kurs zu stehen. So zeigen Indizes wie der GPR/HVB Asia Top 20 REIT (Performance) Index derzeit starkes Aufwärtsmomentum. Stimuliert wird der Index in erster Linie von einer starken Entwicklung der Immobilienpreise in Hong Kong und dem Comeback japanischer Immobilienaktien. Frei von Risiko sind solche Investments nicht. Solange insbesondere die japanische Notenbank Yen druckt, dürften Japans Immobilienaktien weiter steigen und den Index nach oben treiben.

Stand: Schlusskurse vom Freitag, 5. April 2013, 17:30 Uhr

Weitere Infos unter: www.onemarkets.de

Kommentator: Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets

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