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13.02.13, 14:29

HypoVereinsbank onemarkets: Deutschland kommt in Fahrt

Deutschland kommt in Fahrt


Deutsche Aktien zählten 2012 zu den Top-Performern in Europa. 2013 ist zwar mit Schwankungen zu rechnen, dennoch trauen Experten DAX®, MDAX® & Co. Potenzial zu. Anlagezertifikate und Hebelprodukte bieten interessante Investmentmöglichkeiten.

Das Jahr 2012 war für Anleger mit deutschen Titeln zumeist ein erfreuliches Jahr. Ab Jahresmitte steuerte der DAX® rasant wie ein Schnellzug auf die wichtige psychologische Marke von 7.000 Punkten zu. Bis zum Jahresende legte er kaum einen Zwischenhalt ein und notierte zum Jahresende bei 7.659 Punkten. Insgesamt verzeichnete er damit im Gesamtjahr einen Anstieg von rund 29 Prozent. Und der MDAX® feierte ein neues Allzeithoch bei über 12.000 Punkten.
Trotz dieser guten Jahresendrallye blicken viele Anleger eher pessimistisch in das laufende Jahr, wie eine Umfrage von HypoVereinsbank onemarkets zeigt. Lediglich 56 Prozent der 174 befragten Teilnehmer gehen davon aus, dass der DAX® Ende 2013 bei mehr als 7.500 Punkten notieren wird. 16 Prozent erwarten sogar einen Rückgang unter 7.000 Punkte. „Natürlich ist die Schuldenkrise in Europa noch nicht gelöst. Das wird auch noch einige Jahre dauern. Viele Anleger scheinen mit einer schweren Rezession zu rechnen. Das erwarten wir allerdings nicht“, erklärt Philip Gisdakis, Anlagestratege bei UniCredit. „Trotz der jüngsten Rallye ist es noch nicht zu spät, auf den Zug aufzuspringen.“ Die Anlageexperten der UniCredit sehen den deutschen Aktienmarkt als Top-Favoriten. Der Grund: Deutsche Unternehmen sind global gut positioniert, historisch attraktiv bewertet, bieten eine hohe Dividendenrendite und mittelfristig starkes Wachstumspotenzial. So erwartet die UniCredit beim DAX® ein neues Allzeithoch von 8.200 Punkten bis Ende 2013. Dennoch warnen die Experten, dass es durchaus zu größeren Schwankungen kommen könne. Die Schuldenkrisen in Europa und den USA werden die Märkte ebenso beeinflussen wie die weitere Entwicklung in Schwellenländern wie China. Die Wahl der richtigen Aktie sowie der passenden Anlagestrategie ist daher besonders wichtig. Laut einer aktuellen Analyse der Bundesbank müssen sich Anleger im Winterhalbjahr 2012/2013 auf eine Wachstumsdelle einstellen. Doch diese werde nur kurz andauern: Es gebe „die begründete Aussicht, dass die wirtschaftliche Schwächephase nicht allzu lange anhalten wird und Deutschland bald wieder auf einen Wachstumspfad zurückkehrt“, so die Studie. Diese Einschätzung bestätigen ebenfalls Indikatoren wie der deutsche ifo-Geschäftsklimaindex. Er stieg im Dezember 2012 den zweiten Monat in Folge. Zwar wurde die Lage von den Unternehmern erneut etwas schwächer beurteilt. Die Erwartungen für die kommenden Monate haben sich hingegen deutlich verbessert. Auch der Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), der die Einschätzung von 400 Analysten und institutionellen Anlegern auswertet, zeigt, dass Finanzexperten im Dezember optimistisch auf 2013 schauten. Grund ist in erster Linie das Hoffen auf eine Erholung der Weltwirtschaft – getragen von den USA und Schwellenländern wie China.

 

Rendite bei Staatsanleihen sinkt

Trotz dieser positiven Einschätzungen sind zahlreiche Anleger verunsichert. Bisher setzten viele auf Staatsanleihen, doch das ist mittlerweile keine Option mehr. Denn: In diesem Jahr wiesen zehnjährige Bundesanleihen lediglich eine Rendite von 1,4 Prozent auf. Anleger glauben, dass sich das auch 2013 nicht ändern wird, wie die Umfrage von HypoVereinsbank onemarkets zeigt: Rund 44 Prozent der Teilnehmer erwarten, dass die Rendite zwischen 1,3 und 1,7 Prozent stagniert. Etwa 39 Prozent gehen sogar davon aus, sie könne bis Jahresende unter 1,3 Prozent fallen. „Die Inflation mit einberechnet, machen Anleger Verluste“, erklärt Gisdakis die Auswirkung derart niedriger Renditen. Das bedeutet: „Wer sein Vermögen erhalten will, muss bereits heute Risikeneingehen. Das ist für viele Anleger kaum zu verstehen“, sagt Gisdakis. Vom Aktienmarkt hat viele Anleger insbesondere der tiefe Sturz der Telekom-Aktie (T-Aktie) in den Jahren 2000 bis 2003 abgeschreckt. Nach großen Werbeaktionen verloren damals viele Kleinanleger Geld. „Die danach folgende Zurückhaltung ist im Grundsatz verständlich. Wer aber bis heute nicht mehr an die Börse gegangen ist, hat bereits viel verpasst. Anleger sollten einen Blick auf Aktien wie Bayer oder BASF werfen. Sie notieren heute deutlich über dem Stand von Anfang 2000", sagt der UniCredit-Experte.

 

Dividenden liegen vorn

Für Anleger, die ihr Risiko minimieren möchten, können Produkte auf Aktienindizes eine Alternative zu einem Direktinvestment sein. Index-Zertifikate spiegeln die Entwicklung der Barometer abzüglich einer möglichen Managementgebühr nahezu 1:1 wider. Ein Kursanstieg des Index bedeutet somit einen Gewinn für den Anleger, während ein Kursrückgang zu deutlichen Verlusten führen kann. Je nach Index können Anleger in unterschiedliche Unternehmen investieren. Im DAX® etwa sind die 30 größten börsennotierten deutschen Unternehmen versammelt. Der MDAX® bildet die Entwicklung von 50 Konzernen aus der zweiten Reihe ab. Aktuell zählen dazu Maschinenbauer wie Gildemeister und Kuka, Baukonzerne wie Bilfinger oder Hochtief sowie Modedesigner wie Gerry Weber und Hugo Boss. Im SDAX® finden Anleger 50 Titel der dritten Reihe. dazu zählen beispielsweise airberlin, Autozulieferer wie Bertrandt, Immobilienaktien wie alstria office REIT, Hamborner REIT, IVG Immobilien und Patrizia Immobilien. Neben den etablierten Aktienbarometern haben Indexbetreiber in den vergangenen Jahren zahlreiche interessante Strategiebarometer entwickelt – etwa solche, die starke Dividendentitel im Fokus haben.
Für das Geschäftsjahr 2012 werden Schätzungen zufolge alleine die DAX®-Konzerne mehr als 29 Milliarden Euro an die Aktionäre ausschütten – rund eine Milliarde Euro mehr als im bisherigen Rekordjahr 2008. Im DivDAX ® und DivMSDAX® sind die jeweils dividendenstärksten Titel des DAX® beziehungsweise des MDAX® und SDAX® enthalten. Der Dow Jones Germany Select Dividend 20 Distributing IndexSM (EUR) spiegelt die Entwicklung dividendenstarker deutscher Aktien wider. Der besondere Reiz: Zweimal im Jahr wird die vom Indexbetreiber berechnete Nettodividende an Zertifikateinhaber ausgeschüttet.

Preview

Quelle: onemarkets Magazin HypoVereinsbank, Februar 2013.

 

Auf Exportstärke setzen

Auch Exportstrategieindizes können ein attraktives Investment sein. Im vergangenen Jahr exportierte die deutsche Wirtschaft laut Schätzungen des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) Waren im Wert von mehr als einer Billion Euro – ein Rekord. Obwohl die Ausfuhrzahlen aufgrund der Euro-Schuldenkrise in einigen Ländern sinken könnten, erwartet der BDI 2013 insgesamt einen Anstieg um rund 3 Prozent. Im DAXplus® Export Strategy (TR) EUR Index der Deutschen Börse sind die zehn exportstärksten Titel aus dem DAX® und MDAX® enthalten. Neben adidas, Bayer und Linde zählen aktuell GEA, HOCHTIEF und Krones dazu. Eine der tragenden Säulen des deutschen Exports ist der Maschinenbau. Der Solactive® Deutscher Maschinenbau (Performance-) Index enthält die führenden deutschen Unternehmen dieser Branche, darunter AIXTRON, Gildemeister, Jenoptik und Kuka.

 

Absicherung gegen Risiken

Auch über Anlagezertifikate und Hebelprodukte können Anleger in Aktien investieren. Besonders Aktienanleihen und Discount-Zertifikate sind bei Anlegern beliebt. Ihr Vorteil: Sie bieten einen Teilschutz, sodass Investoren auch im Fall eines definierten Kursrückgangs der Aktie noch eine Chance auf eine attraktive Rendite haben. Das ist sinnvoll, denn Investments in Unternehmen wie BMW, Daimler, Infineon oder ThyssenKrupp bieten zwar interessante Wachstumschancen, bergen aber auch Unwägbarkeiten. So könnte ein nachlassendes Wirtschaftswachstum in China das Wachstum der Autobauer dämpfen. Um abgesichert in diese Unternehmen zu investieren, bietet sich eine Aktienanleihe Protect an: Zum einen erhalten Anleger eine festgelegte jährliche Zinszahlung – ganz gleich, wie sich der Aktienkurs entwickelt. Zum anderen bekommen Anleger am Laufzeitende den Nominalbetrag zu 100 Prozent zurück, wenn die Aktie dann oberhalb der Sicherheitsschwelle notiert. Bei Emission liegt diese Sicherheitsschwelle oftmals 30 Prozent oder mehr unter dem aktuellen Kurs. Sollte die Aktie am Laufzeitende unterhalb der Sicherheitsschwelle schließen, erhalten Anleger eine vereinbarte Zahl von Aktien, was einen Verlust bedeutet. Bei Unternehmen wie Bayer, LANXESS und RWE bieten Discount-Zertifikate eine Alternative zum Direkteinstieg. Diese Wertpapiere notieren unter dem aktuellen Kurs der jeweiligen Aktie. Im Gegenzug für diesen Rabatt beim Kauf sind Discount-Zertifikate mit einem Cap ausgestattet, der den maximalen Rückzahlungsbetrag am Laufzeitende begrenzt. Erfahrene Anleger wissen allerdings: Cap ist nicht gleich Cap. So kann die maximale Rückzahlung über oder unter dem aktuellen Kursniveau der Aktie liegen. Beispiele verdeutlichen die Vor- und Nachteile: Ein Discount Zertifikat auf die Aktie der Bayer AG hat einen Cap bei 76 Euro – dem Zielkurs der Analysten von Kepler Capital Markets. Dieser Wert liegt oberhalb des aktuellen Kursniveaus. Durch den Discount beim Einstieg hat das Papier dennoch überdurchschnittliches Gewinnpotenzial, wenn die Aktie bis zum Cap steigt. Bei den Aktien von LANXESS und RWE hingegen wurden aufgrund der Kursrisiken Papiere mit Cap-Levels deutlich unterhalb des aktuellen Kurses gewählt. So würden Inhaber des Discount-Zertifikats selbst dann noch eine attraktive Renditeerzielen, wenn die LANXESS-Aktie bis zum Laufzeitende im Dezember 2013 auf 56 Euro fällt.


Für spekulativ orientierte Anleger könnten beispielsweise Call-Optionsscheine auf die Aktien von Continental, Deutsche Post oder Deutsche Börse interessant sein. Diese Wertpapiere notieren nur bei einem Bruchteil des Aktienkurses. Oft reicht bereits eine kleine Bewegung nach oben, um zweistellige Gewinne zu erzielen. Dieser Hebeleffekt funktioniert allerdings in beide Richtungen: Fällt die Aktie, drohen hohe Verluste. Notiert die Aktie am Laufzeitende auf Höhe des zuvor festgelegten Basispreises oder darunter, erleiden Anleger einen Totalverlust. Das bedeutet: Hebelprodukte eignen sich am besten für eine Portfoliobeimischung. Anleger sollten bedenken: Zertifikate, Aktienanleihen und Hebelprodukte sind Inhaberschuldverschreibungen. Im Fall einer Insolvenz der Emittentin droht ein Verlust bis hin zum Totalverlust.

Weitere Infos unter: www.onemarkets.de

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