Die Kapitalmärkte in dieser Woche
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Die Aktienmärkte honorierten in der vergangenen Handelswoche die überwiegend positiven Meldungen mit Kursgewinnen. Bereits am Wochenanfang sorgte die Hoffnung auf eine baldige Lösung im US-Haushaltsstreit für Optimismus. Kursstützend wirkten auch gute Daten vom amerikanischen Immobilienmarkt, dem eine wichtige Indikatorfunktion für das US-BIP-Wachstum zugebilligt wird. Die Zahl der Wohnbaubeginne im Oktober stieg um 3,6 % auf 894 000 Einheiten und damit auf den höchsten Stand seit Juli 2008. Das konnte bei einem Truthahn am Thanksgiving-Tag gefeiert werden. |
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Werner Bader, LBBW |
Der stärkste Impuls kam jedoch aus China. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt verbesserte sich der Konjunkturindex der HSBC-Einkaufsmanager um 0,9 auf 50,4 Zähler. Die Investoren werteten den Sprung des Barometers über die wichtige 50-Punkte-Marke erstmals wieder seit 13 Monaten als positives Signal für die Weltwirtschaft. Gestützt wurden die Märkte zudem von Hoffnungen, dass eine Einigung auf die Auszahlung der nächsten Hilfskredite für Griechenland doch noch gelingen wird. Nicht zuletzt sorgte die für Spanien erfolgreich verlaufene Anleihe-Auktion bei den Anlegern für gute Laune. Ob mit der positiven Nachrichtenflut bereits eine Jahresschlussrallye eingeleitet wurde, darf bezweifelt werden. Denn in der bisher völlig vom Markt ignorierten Bonitätsherabstufung der erstklassigen Kreditwürdigkeit Frankreichs durch die Ratingagentur Moody’s von AAA auf AA- lauert ein Risiko für die Finanzmärkte, zumal Gallien in der Eurozone Platz Zwei der Geberländer einnimmt.
Quelle: Werner Bader, Leiter LBBW Retail Research
Stand: 23.11.2012
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