Die Kapitalmärkte in dieser Woche
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Nach dem kräftigen Kursaufschwung im Sommer sind seit Beginn des Herbstes die Auftriebskräfte am deutschen Aktienmarkt weitgehend erlahmt. Zuletzt war sogar ein leichter Hang zur Schwäche feststellbar, die wichtige 7 000er-Marke beim DAX war bislang allerdings nicht in Gefahr. Die positiven Wirkungen einer etwas entspannteren Situation hinsichtlich der Euro-Schuldenkrise sind inzwischen verpufft, im Blickpunkt steht nun vielmehr das konjunkturelle Umfeld. Und das bietet momentan keine allzu vielversprechenden Perspektiven. |
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Werner Bader, LBBW |
Vor allem Europa steckt tief in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, selbst das lange Zeit noch relativ stabile Wachstum in Deutschland bewegt sich inzwischen im Bereich de Nulllinie. So fielen dann auch die Berichte der DAX-Unternehmen zum dritten Quartal in der Summe wenig erfreulich aus. Die Zahl der Enttäuschungen war höher als die Anzahl der positiven Überraschungen, eine in der Vergangenheit eher seltene Konstellation. In der Regel überwiegen die Konzerne mit über den Erwartungen liegenden Zahlen. Bei den Ausblicken war das Bild ähnlich. Während fünf Konzerne ihre Prognosen senkten, blickten nur drei zuversichtlicher als zuvor in die Zukunft. Insgesamt brachte die Quartalssaison nicht wie erhofft neue
Aufwärtsimpulse. Im Gegenteil, sie unterstrich das makroökonomische Bild eines holprigen konjunkturellen Umfeldes und war damit eher ein Belastungsfaktor. So sind vor allem technische Gründe für die widerstandsfähige Entwicklung verantwortlich. Mangels attraktiver Anlagealternativen wird an Dividendenpapieren nicht nur fest gehalten. Schwächere Tage werden sogar als günstige Einstiegsgelegenheit wahrgenommen. Vor diesem Hintergrund ist eine zumindest kleine Weihnachtsrallye trotz des schwierigen Umfeldes weiterhin im Bereich des Möglichen.
Quelle: Werner Bader, Leiter LBBW Retail Research
Stand: 16.11.2012
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