Die Kapitalmärkte in dieser Woche
|
In der abgelaufenen Woche stand zunächst vor allem die Wahl des US-Präsidenten im Fokus nicht nur der Börsianer. Favorit der Wall Street war zwar der Herausforderer Mitt Romney, letztendlich kann die Börse aber auch mit dem wieder gewählten Barack Obama gut leben. Mehr Sorgen bereitet den Kapitalmärkten die auch nach diesem Wahldienstag bestehende Spaltung des Kongresses. Im Senat dominieren weiterhin die Demokraten, während im Repräsentantenhaus die Republikaner die Oberhand haben. |
|
Werner Bader, LBBW |
Dies verspricht schwierige Verhandlungen - vor allem im Hinblick auf die so genannte Fiskalklippe. Ende des Jahres laufen zahlreiche Steuervergünstigungen und Konjunkturhilfen aus. Ohne eine Einigung über weitere Hilfen droht den USA im kommenden Jahr eine Rezession. So war die Stimmung an der Wall Street nach der Wahl angespannt, der Dow Jones musste Abschläge hinnehmen. Davon konnte sich auch der DAX nicht frei machen, zumal aus der hiesigen Wirtschaft eher Moll-Töne zu vernehmen waren. Der Export ging im September um 2,5 % gegenüber dem Vormonat zurück. Und Besserung ist vorläufig nicht in Sicht. Die Auftragseingänge der Industrie – ein guter Indikator für die Wirtschaftsentwicklung der kommenden Monate - sanken im September um 3,3 % und verzeichneten damit den stärksten Rückgang seit einem Jahr. In das gleiche Horn bliesen die Unternehmen anlässlich der momentan auf Hochtouren laufenden Quartalsberichtssaison. Viele Konzerne vor allem aus den Exportbranchen berichten von sukzessive schwieriger werdenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Vor diesem Hintergrund bläst der fundamentale Gegenwind dem deutschen Aktienmarkt momentan recht steif ins Gesicht. Große Sprünge nach oben sind daher vorerst nicht sehr wahrscheinlich.
Quelle: Werner Bader, Leiter LBBW Retail Research
Stand: 09.11.2012
Informationen zu passenden Produkten finden Sie unter: : http://www.lbbw-zertifikate.de
|