Die Kapitalmärkte in dieser Woche
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Die Aktivitäten an den Aktienbörsen stehen derzeit ganz im Zeichen der so genannten Quartalssaison. An der Wall Street hat die Welle der Unternehmensberichte dabei bereits den Höhepunkt überschritten. Und das Fazit fällt gemischt aus. Während Banken dank eines an Stabilität gewinnenden Immobilienmarktes zumeist über den zuvor gehandelten Erwartungen lagen, waren von Seiten der Industrie eher Molltöne zu hören. Das schwierige globale Konjunkturumfeld macht vielen Unternehmen gerade auch aus der wichtigen Technologie-branche zu schaffen und zwingt sie zu vorsichtigeren Ausblicken oder gar zu tieferen Gewinnschätzungen. |
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Werner Bader, LBBW |
Gegenwind verspüren nun auch die lange auf der Überholspur fahrenden deutschen Autohersteller. Während Volkswagen im laufenden Geschäftsjahr dank gewonnener Marktanteile aber an seinen Gewinnzielen festhalten kann, muss Daimler erhebliche Abstriche machen. Der Konzern hat sowohl für das laufende Jahr als auch für das kommende Jahr seine Prognosen gesenkt. Insgesamt spiegeln die Kommentare und Ausblicke der Unternehmen wie auch der zum sechsten Mal in Folge gefallene Ifo-Geschäftsklimaindex die anspruchsvoller gewordenen konjunkturellen Rahmenbedingungen gut wider und machen unter fundamentalen Gesichtspunkten momentan keinen großen Appetit auf Dividendenpapiere. Dass den Aktienmärkten derzeit dennoch relativ hohes Stabilitätspotenzial zugebilligt werden kann, hat vor allem technische Gründe. Es fehlt gerade für institutionelle Anleger schlicht und einfach an vernünftigen renditebringenden Anlagealternativen. Vor diesem
Hintergrund rechnen wir vorerst mit einer Fortsetzung der seit Mitte September anhaltenden Konsolidierungsphase und halten einen größeren Kurseinbruch oder gar eine Trendwende für wenig wahrscheinlich.
Quelle: Werner Bader, Leiter LBBW Retail Research
Stand: 26.10.2012
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