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22.10.12, 15:37

onemarkets Wochenkommentar: Schwellenländer locken wieder

Schwellenländer locken wieder


 

Die vergangene Woche hielt einige Überraschungen bereit. Eine positive Überraschung war sicherlich der ZEW-Index. In einer monatlich stattfindenden Umfrage geben 350 Finanzexperten ihre Konjunkturerwartungen für die kommenden sechs Monate ab. Der Saldo aus positiven und negativen Einschätzungen bildet den Index. Die Oktoberdaten zeigen, dass die Mehrheit der Befragten auf Sicht der kommenden sechs Monate zwar immer noch pessimistisch gestimmt ist. Allerdings hat sich der negative Saldo gegenüber dem Vormonat auf -6,7 Punkte halbiert. Die Stimmung unter den Finanzexperten hellte sich somit etwas auf. Der Mittwoch wird zeigen, ob sich das auch in der Einschätzung der Unternehmer widerspiegelt. Dann veröffentlicht das ifo-Institut ihren Stimmungsindikator. Zuletzt gab der Index für die Geschäftserwartungen fünf Monate in Folge nach. Analysten rechnen nun für Oktober mit einer marginalen Verbesserung.

In der vergangenen Woche kam die Ertragssaison in den USA in Fahrt und hier enttäuschten vor allem einige amerikanische Technologiefirmen wie AMD, IBM und Google. In dieser Woche melden unter anderem Apple, Microsoft und Procter & Gamble.

Auf den DAX® hatten die schlechten Unternehmensmeldungen keine Auswirkungen. Vielmehr startete das Barometer in der vergangenen Woche einen neuen Anlauf die Hürde bei 7.500 Punkten zu überwinden. Zum Wochenschluss brach er diesen Versuch jedoch ab. In der laufenden Woche werden unter anderem BASF, Daimler und VW die Daten für das dritte Quartal präsentieren. Ob der DAX® daraus neuen Schwung nach oben bekommt, ist derzeit noch fraglich. Im Bereich von 7.182 Punkten hat der DAX® eine solide Unterstützung. Solange diese Marke verteidigt wird, bleibt der Aufwärtstrend intakt. Kaufsignale gibt es frühestens oberhalb von 7.500 Punkten.

Der MDAX® markierte in der vergangenen Woche ein neues Allzeithoch. Gute Zahlen von Fraport, Krones, Gildemeister und MAN könnten das Aktienbarometer in der laufenden Woche weiter nach oben treiben. Insbesondere bei Industriekonzernen werden Analysten jedoch primär auf den Auftragsbestand blicken. Ein Rückgang könnte die Aktien und damit auch den Index unter Druck setzen.

Weg mit Tech

Unter den internationalen Aktienbarometern zählte der Nasdaq-100 Index® zu den großen Verlierern der vergangenen Woche. Verantwortlich waren zahlreiche schlechte Unternehmenszahlen. Aktuell notiert der Index an der unteren Begrenzung des seit Anfang Oktober 2011 gebildeten Aufwärtstrends. Bei 2.661,97 Punkten hat der Nasdaq-100 Index® eine Unterstützung. Wird diese Marke im Wochenverlauf unterschritten, droht ein weiterer Rückgang bis 2.444,31 Punkte. Der Stimmungswandel bei den Technologiewerten setzte auch den TecDAX® zuletzt unter Druck. Aktuell kann er die Unterstützung bei 800 Punkten noch verteidigen. Damit bleibt der seit Anfang Juni gebildete Aufwärtstrend intakt. Ein Kaufsignal zeigt sich erst bei Überschreiten der Widerstandsmarke bei 831,82 Punkten. Überdurchschnittlich starkes Aufwärtsmomentum zeigte hingegen in der vergangenen Woche erneut der Hang Seng China Enterprises Index. Hält die Dynamik an, kommt die Hürde bei 11.000 Punkten in den nächsten Tagen in greifbare Nähe. Angesichts des überaus starken Anstiegs seit Anfang September wäre jedoch eine Konsolidierung keine Überraschung.

Chancen in China

Starkes Aufwärtsmomentum zeigt seit einigen Tagen der DAXglobal® Infrastructure & Transportation (TR) EUR und der EURO STOXX® Banks (Net Return) Index EUR. Der DAXglobal® Infrastructure & Transportation (TR) EUR notiert mit 275,15 Punkten aktuell an der oberen Begrenzung des seit Anfang 2011 gebildeten Abwärtstrends. Im Bereich von 287 Punkten befindet sich noch eine hartnäckige Widerstandszone. Wird diese Zone jedoch überschritten, wäre mittelfristig ein Anstieg auf das Hoch im Februar 2012 von 318 Punkten möglich. Scheitert der Index erneut an der Hürde, droht ein Rückgang bis 250 Punkte. Der EURO STOXX® Banks (Net Return) Index EUR nähert sich der Widerstandsmarke bei 219 Punkten. Wird die Marke überwunden ist der Weg aus technischer Sicht frei bis 300 Punkte.

Nach BRIC kommt SMIT

Es ist längst kein Geheimnis, dass der Wachstumsmotor in Europa stottert. Wer auf Wachstumsmärkte setzt, muss über die Eurogrenzen blicken. China und Indien stehen hier seit Jahren im Rampenlicht. Sie sind jedoch längst nicht die einzigen Länder mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial. Die Volkswirtschaften der SMIT-Länder Südkorea, Mexiko, Indonesien und Türkei werden nach aktuellen Einschätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) im kommenden Jahr zwischen 3,5 und 6,3 Prozent wachsen. Standard & Poors entwickelte nun einen S&P SMIT 40 Index. Darin sind jeweils die zehn größten notierten Unternehmen der vier Länder enthalten.

Stand: Schlusskurse vom Freitag, 19. Oktober 2012, 17:30 Uhr

 

Weitere Infos unter: www. onemarkets.de

 

Kommentator: Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets

 

 

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