Die Kapitalmärkte in dieser Woche
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Die Aktienbörsen zeigten sich in der abgelaufenen Woche in einer freundlichen Verfassung und legten nach den eher schwachen Vorwochen leicht zu. Rückenwind verschaffte dabei die Nachricht, dass die Ratingagentur Moody’s die Einstufung von Spanien entgegen den Befürchtungen unverändert lässt. Damit verbleiben die Staatsanleihen der Iberer im sogenannten Investment-Grade-Bereich und fallen nicht auf Ramschniveau. Die in den USA nun voll angelaufene Berichtssaison für das abgelaufene Quartal brachte dagegen keinen einheitlichen Trend. |
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Werner Bader, LBBW |
Tendenziell positive Signale sendeten die Banken aus. Dank des stabileren Immobilienmarktes verbuchten Institute wie Wells Fargo oder JP Morgen hohe Gewinne. Weniger erfreut waren die Börsianer von den Nachrichten aus der Technologiebranche. IBM musste in allen Segmenten Umsatzrückgänge hinnehmen und auch der weltgrößte Chipproduzent Intel zeichnete ein eher trübes Bild von der aktuellen Lage. Die Seitwärtsbewegung seit dem Ende der Sommerferien Anfang September spiegelt das Spannungsfeld, in dem sich die Börsen derzeit bewegen, gut wider. Sowohl die Euro-Schuldenkrise als auch die unsichere globale Konjunktursituation sind latente Risikofaktoren und würden eigentlich eher für eine vorsichtige Anlagepolitik sprechen. Auf der Suche nach einigermaßen vernünftigen Renditen bleibt vielen institutionellen Investoren aber gar keine andere Wahl als Engagements an den Aktienbörsen. Zudem wollen sich angesichts kaum vorhandener Alternativen viele Aktionäre derzeit nicht von ihren Papieren trennen. Vor diesem Hintergrund erscheint momentan eine Fortsetzung der Konsolidierung oder auch eine leichte Aufwärtsbewegung unter der Voraussetzung ausbleibender Eskalationsszenarien wesentlich wahrscheinlicher als ein kräftiger Kurseinbruch.
Quelle: Werner Bader, Leiter LBBW Retail Research
Stand: 19.10.2012
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