Das ist Wasser auf die Mühlen der Konjunkturoptimisten. Wenige Tage nachdem der Internationale Währungsfonds (IWF) die Wachstumsprognose für Deutschland senkte, lesen wir in der Financial Times Deutschland von fetten Jahren für Deutschland. In einem Beitrag "Der deutsche Sonderweg" sagt Carsten-Patrick Meier vom Prognoseinstitut Kiel Economics , die Rahmenbedingungen seien günstig: Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft sei groß, die Zinsen historisch niedrig, das Investitionsklima grundsätzlich gut. Das macht Mut. Mut, den Anleger derzeit etwas vermissen lassen. Der Index für mittelgroße Unternehmen MDAX® büßte in der vergangenen Woche über ein Prozent ein. Der DAX® sowie der TecDAX® gaben sogar über 2 Prozent nach. Andere europäische Aktienbarometer verloren teilweise deutlich mehr.
Das Duell zwischen Bullen und Bären wird in der laufenden Woche weitergehen. Besonderes Augenmerk werden die Marktteilnehmer auf weitere Unternehmenszahlen – vor allem aus den USA – sowie einigen Wirtschaftsdaten wie Zahlen zur Industrieproduktion in den USA (Montag) und den Deutschen ZEW-Index (Mittwoch) richten. Positive wie negative Überraschungen scheinen möglich.
Mittelfristig bewegt sich der DAX® weiterhin in einem Aufwärtstrend. Allerdings ist das Aktienbarometer seit Mitte September in einer Korrekturphase. Diese ist noch nicht abgeschlossen. Unterstützung findet der DAX® bei 7.185,30 Punkten. Kurse von über 7.368,64 Punkten liefern ein erstes Indiz für ein Ende der Korrektur und eine Fortsetzung des Aufwärstrends.
Der EURO STOXX® 50 (Price-) Index hat in der vergangenen Woche kurzfristig die 50 Tage- EMA-Durchschnittslinie unterschritten. Die EMA-Linie ist eine gewichtete Durchschnittslinie. Ein Über- oder Unterschreiten dieser Marke war in den vergangenen Jahren häufig ein guter Indikator für die weitere Entwicklung. Anleger sollten den Index genau im Auge behalten. Wird die Unterstützung bei 2.439,97 Punkten unterschritten, droht eine weitere Korrektur bis 2.397,48 oder gar 2.333,37 Punkte. Entwarnung gibt es frühestens oberhalb von 2.534,26 Punkten.
China und Indonesien im Aufwind
Starkes Aufwärtsmomentum zeigen aktuell chinesische Aktienbarometer wie der Hang Seng China Enterprise Index (HSCEI) sowie der FTSE® China 25 Index. Der HSCEI enthält nur chinesische
H-Aktien, die auch im Hang Seng Index notiert sind. Der FTSE® China 25 Index enthält sowohl die größten H-Aktien als auch Red Chips. Der HSCEI hat die Widerstandsmarke bei 9.968,73 Punkten Mitte vergangener Woche nach oben durchbrochen. Aus technischer Sicht hat der Index nun Potenzial bis 11.153,25 Punkte. Der FTSE® Xinhua China 25 hat die W-Formation abgeschlossen und den Widerstand bei 15.690,49 Punkten überwunden. Die nächste Hürde liegt bei 17.162,37 Punkten.
Immobilien und Gesundheit genießen
Unter den Branchenindizes demonstrieren aktuell Immobilienaktien und Titel aus dem Gesundheitswesen Stärke. So setzte der GRP/HVB Asia Top 20 REIT (Performance-) Index den seit Ende November 2011 gebildeten Aufwärtstrend fort und markierte damit ein neues Allzeithoch. Vom Rekordniveau ist der osteuropäische CERX® - CEE Real Estate Index zwar noch weit entfernt. Dennoch zeigt das Barometer aktuell starkes Aufwärtsmomentum. Die Widerstandsmarke bei 427,49 Punkten konnte bereits überwunden werden. Das Jahreshoch liegt bei 501,84 Punkten. Eine starke Entwicklung zeigt seit mehreren Monaten auch der F.A.Z.® Euro Gesundheit Index (TR). Allerdings gilt: Historische Betrachtungen stellen keinen verlässlichen Indikator für künftige Entwicklungen dar.
Export brummt
Es wird noch einige Wochen dauern, bis der Zahlenreigen deutscher Unternehmen beginnt. Trotz der teils schwierigen Lage einiger europäischer Länder zeigen sich Anleger bei exportorientierten Titeln dennoch optimistisch. Trotz einiger kräftiger Korrekturen bildet der DAXplus® Export Strategy (TR) Index seit Anfang Juni einen Aufwärtstrend. Vor einigen Tagen gelang der Ausbruch aus dem seit Mitte 2011 gebildeten gleichseitigen Dreieck. Nun sind es nur noch wenige Punkte bis zum Allzeithoch. Eine Konjunkturerholung in den USA und ein Konjunkturprogramm in China könnte die hiesige Exportindustrie weiter stützen. Anleger sollten allerdings bedenken, dass enttäuschende Daten oder kräftigere Korrekturen an den weltweiten Aktienmärkten auch den DAXplus® Export Strategy (TR) Index unter Druck bringen können.
Stand: Schlusskurse vom Freitag, 12. Oktober 2012, 17:30 Uhr
Weitere Infos unter: www. onemarkets.de
Kommentator: Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets
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