Die Kapitalmärkte in dieser Woche
Nach dem steilen Anstieg im Sommer bewegt sich der DAX nun seit geraumer Zeit auf Konsolidierungskurs. Die gute Stimmung ist verflogen, Ernüchterung hat sich breit gemacht. Vor allem die konjunkturellen Rahmenbedingungen geben den Börsianern Anlass zur Sorge. In vielen wichtigen Wirtschaftsregionen mussten die
Wachstumsprognosen zuletzt nach unten angepasst werden. Auch die Schuldenkrise wird wieder negativer thematisiert, die Zuversicht nach der EZB-Entscheidung zum unbegrenzten Ankauf von Staatsanleihen hat sich inzwischen weitgehend aufgelöst. |
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Werner Bader, LBBW |
Dass der DAX gleichwohl stabil oberhalb von 7 000 Punkten notiert, dürfte in erster Linie technische Ursachen haben. Attraktive Anlagealternativen sind nicht verfügbar, Liquidität bringt keine auskömmliche Rendite. Zudem befinden sich die meisten Aktienengagements in diesem Jahr tief in den schwarzen Zahlen, so dass so gut wie kein Verkaufsdruck die Börsen belastet. Vor diesem Hintergrund dürften die Aktienmärkte trotz des unsicheren fundamentalen Umfeldes momentan recht gut nach unten abgesichert sein. In den kommenden Wochen werden sich die Blicke der
Investoren wieder stärker auf die Unternehmen fokussieren. Die Aktiengesellschaften publizieren ihre Zahlen für das Sommerquartal und geben einen Ausblick auf die kommenden Monate. Interessant wird dabei vor allem sein, inwieweit sich die schwierigere Wirtschaftssituation auf die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Branchen bzw. den einzelnen Unternehmen niederschlägt. Während die so genannte Quartalssaison in den USA in der kommenden Woche mit Unternehmen wie IBM, Coca-Cola, Microsoft oder McDonald’s bereits auf einen Höhepunkt zusteuert, lassen sich die deutschen Konzerne mit ihren Präsentationen traditionell etwas mehr Zeit.
Quelle: Werner Bader, Leiter LBBW Retail Research
Stand: 12.10.2012
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