Die Kapitalmärkte in dieser Woche
|
Die erste Handelswoche im Oktober brachte nur wenig Bewegung am deutschen Aktienmarkt. Nach wie vor befindet sich die Börse in einer Art Verschnaufpause nach dem steilen sommerlichen Kursaufschwung. Bevor in der kommenden Woche die Quartalsberichtssaison beginnt und damit die Aufmerksamkeit wieder mehr in Richtung der Unternehmen gelenkt sein wird, dominierten in dieser Woche noch einmal die politischen und konjunkturellen Rahmendaten das Geschehen. |
|
Werner Bader, LBBW |
Mit Spannung wurde vor allem die Sitzung der europäischen Notenbank, die diesmal quasi außer Haus in Ljubljana stattfand, verfolgt. Das Spannungsfeld, in dem sich die Börsen derzeit bewegen, kam dabei in der Rede von Präsident Mario Draghi gut zum Vorschein. Auf der einen Seite sieht er im Kampf gegen die Schuldenkrise Fortschritte und weist dabei insbesondere auf niedrigere Staatsanleihenrenditen der Krisenländer
und damit auf bessere Refinanzierungsbedingungen hin. Für die Konjunktur sieht er dagegen momentan wenig Grund zur Zuversicht. Viele Länder in Europa stecken in der Rezession oder knapp davor. So wird die französische Wirtschaft im dritten und vierten Quartal des laufenden Jahres laut gerade veröffentlichter amtlicher Prognose nicht wachsen. Und in Deutschland weist der nunmehr fünf Mal in Folge gefallene Ifo- Geschäftsklima-Index auf eher schwierigere Zeiten hin. Alles in allem spricht vorerst viel für eine Fortsetzung der Konsolidierungsbewegung an den Aktienmärkten. Die nach wie vor nicht vorhandenen attraktiven Anlagealternativen wird den Börsen zwar weiterhin Liquidität verschaffen und sie damit stützen. Eine neue nachhaltige Aufwärtsbewegung erscheint angesichts der konjunkturellen Unwägbarkeiten vorerst aber nicht sehr wahrscheinlich.
Quelle: Werner Bader, Leiter LBBW Retail Research
Stand: 05.10.2012
Informationen zu passenden Produkten finden Sie unter: : http://www.lbbw-zertifikate.de
|