Die Stimmung ist gespalten. Die Liquiditätsspritzen der europäischen und amerikanischen Notenbank sowie die Hoffnung der Anleger auf eine Erholung des Welthandels stimulierten zuletzt die Kurse an den Börsen. So konnte der DAX® in der Woche vom 10. bis 14. September über 2,7 Prozent zulegen. Mit 7.446,47 Punkten markierte der Standardwerteindex sogar einen neuen Jahreshöchststand. Der MDAX® notiert mit rund 11.200 Punkten inzwischen wieder auf Höhe des Jahresmaximums von 2011.
Einziger Wermutstropfen: Im Wochenverlauf nahm das Aufwärtsmomentum beim DAX®, MDAX® als auch dem TecDAX® jedoch wieder deutlich ab. "Analysten warnen vor Rückschlag bei Aktien" titelt das Handelsblatt in der heutigen Ausgabe. Ob dies nur der Versuch der Börsenbären ist, wieder die Oberhand zu gewinnen, ist noch offen. Das Quartal neigt sich dem Ende. Damit werden in den kommenden Wochen die Unternehmensdaten in den Vordergrund rücken. Enttäuschungen bei einigen Blue-Chips könnten den gesamten Markt unter Druck setzen. Aus technischer Sicht haben die Börsenbären beim DAX® jedoch noch keine Chance. Eine Trendwende nach unten zeigt sich frühestens bei Unterschreiten der Unterstützung bei 7.186 Punkten.
EURO STOXX® 50 und HSCEI stehen kurz vor dem Widerstand
Mit kräftiger Unterstützung der Aktien aus Spanien und Italien schraubte sich der EURO STOXX® 50 Index in den Bereich des Jahreshöchststands von 2.600 Punkten. Hält die Aufwärtsdynamik der vergangenen Tage an, könnte die Hürde demnächst überwunden werden. Aus technischer Sicht hätte der Index damit weiteres Potenzial bis 2.800 Punkte. Sollte der Index an der Hürde scheitern und unter 2.525 Punkte fallen, droht eine Korrektur bis 2.400 Punkte. Der Hang Seng China Enterprise Index legte binnen weniger Tage rund zehn Prozent auf knapp 9.800 Punkte zu. An der Widerstandsmarke bei 10.000 Punkten ist der Index in den vergangenen Monaten bereits mehrfach gescheitert. Gelingt der Ausbruch über diese Marke in den kommenden Tagen, ist die Luft aus technischer Sicht frei bis 10.705 Punkte. Bei einem erneuten Scheitern könnte das Aktienbarometer die Unterstützung bei 9.000 Punkten erneut testen. Der S&P 500® Index überschritt in der zurückliegenden Woche die Widerstandsmarke bei 1.422 Punkten. Damit notiert der Index auf dem höchsten Stand seit Ende 2007. Bis zum Allzeithoch sind es nun nur noch rund 100 Punkte.
Öl und Gas-Werten gelingt der Ausbruch
Neben Finanz- und Minenwerten zeigten im Beobachtungszeitraum vor allem Öl- und Gaswerte starkes Aufwärtsmomentum. Der RTX® Energy Index konnte die Widerstandsmarke bei 2.076 Punkten inzwischen überwinden und hat nun aus technischer Sicht Potenzial bis 2.500 Punkte. Mit starkem Drang nach oben präsentiert sich aktuell der CECE® Oil & Gas Index. Mit dem Überschreiten der Widerstandsmarke bei 1.231 Punkten hat sich der Ausbruch aus dem mittelfristigen Abwärtstrend endgültig bestätigt.
DivDAX® Index am Scheitelpunkt
Der DivDAX® Index mit den zehn dividendenstärksten Aktien des DAX® konnte in den vergangenen Wochen stärker zulegen als der DAX®. Zugegeben, historische Betrachtungen stellen keinen verlässlichen Indikator für zukünftige Entwicklungen dar. Es ist auch nicht auszuschließen, dass das Aktienbarometer an der Widerstandsmarke bei 186 Punkten scheitert. Mit einer durchschnittlichen Dividendenrendite von 4,7 sind die Anteilsscheine allerdings attraktiv. Zudem sind keine Bankwerte im Index vertreten. Unterstützung findet der Index bei knapp 180 Punkten. Taucht der Index unter diese Marke, drohen größere Verluste.
Stand: Schlusskurse vom Freitag, 14. September 2012, 17:30 Uhr
Weitere Infos unter: www. onemarkets.de
Kommentator: Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets
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