Die Kapitalmärkte in dieser Woche
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An den Aktienmärkten herrschte auch in der vergangenen Woche eine entspannte Stimmung. Nachdem Anfang September die europäische Zentralbank die Börsianer mit den von ihr avisierten Staatsanleihekäufen erfreute, kamen in dieser Woche die Impulse von ihrem amerikanischen Pendant. Zur Stützung der lahmenden US-Konjunktur lässt die Fed die Gelddruckmaschine weiterhin auf Hochtouren rotieren. So soll der Quasi-Null-Prozent-Leitzins nun bis Mitte 2015 Bestand haben und die flankierenden Maßnahmen wie Wertpapierkäufe sogar solange, wie es aus Sicht der Notenbanker notwendig ist. |
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Werner Bader, LBBW |
Rückenwind kam auch vom Bundesverfassungsgericht. Die Karlsruher Richter machten den Weg für den Euro-Rettungsschirm – wenn auch unter Auflagen – frei und räumten damit einen seit geraumer Zeit diskutierten Bremsklotz aus dem Weg. So war es wenig verwunderlich, dass der DAX trotz neuer Konjunkturängste – aus China kamen wieder einmal enttäuschende Zahlen zur Industrieproduktion – seinen Aufwärtstrend fortsetzte und beinahe börsentäglich neue Jahreshochs kreierte. Seit dem Sommertief Anfang Juni ist der deutsche Standardwerte-Index inzwischen rund 25 % gestiegen. Die von EZB und Fed gewährte Herbstmilch dürfte den Börsianern auch in den kommenden Wochen gut munden und den Aktienmärkten Unterstützung verleihen. Aus technischer Sicht erscheint der Markt nach den markanten Kursanstiegen, die zuletzt an Dynamik sogar noch zunahmen, inzwischen aber deutlich überkauft. Die Bereitschaft zu Gewinnmitnahmen dürfte daher stetig zunehmen. Vor diesem Hintergrund ist eine Verschnaufpause oder gar eine leichte Korrekturbewegung ein wahrscheinliches Szenario für die kommenden Wochen.
Quelle: Werner Bader, Leiter LBBW Retail Research
Stand: 14.09.2012
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