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Kaffee: Plage befällt Kaffeeanbaugebiet in Kolumbien - explodiert der Kaffeepreis?
Aufgrund von Spekulationen über eine möglicherweise kleinere Kaffeeernte in Kolumbien ist der Preis für Kaffee am Montag in die Höhe geschossen. Wie könnte es nun weitergehen? Aufgrund eines Überangebots halbierte sich der Preis zuvor von seinem 34-Jahreshoch bei etwa 3 US-Dollar je Pfund im April 2011. Seit dem Tief Mitte Juni 2012 bei etwa 1,5 US-Dollar pro Pfund bewegte sich Kaffee in einer enger werdenden Seitwärtsbewegung, welche nach Meinung technischer Analysten von Godmode-Trader.de der Beginn eines mittel- bis langfristigen Bodens sein könnte. Unmittelbar vor der Montagsrally korrigierte Kaffee bis auf 1,6 US-Dollar je Pfund, nachdem klar wurde, dass die brasilianische Ernte von den starken Regenfällen in den Hauptanbaugebieten möglicherweise weniger stark betroffen wird als zunächst befürchtet. Auslöser für die Befürchtung die Ernte des zweitgrößten Arabica Kaffee Produzenten weltweit und drittgrößten Kaffeeexporteurs könnte wider Erwarten dieses Jahr geringer ausfallen ist eine Insektenplage. In Caldas, dem Hauptanbaugebiet in Kolumbien, werden die Kaffeepflanzen von roten Spinnenmilben angefallen. Diese zerstören das Blattwerk in einem nie dagewesenen Umfang. Viele Bauern sehen sich einem Kampf um die Ernte konfrontiert. Ein Vertreter der Nationalen Vereinigung der Kaffeeanbauer befürchtet zudem, dass die Spinnen eine Immunität gegen Insektizide entwickelt haben könnten. Nach Jahren rückläufiger Kaffeeproduktion könnte die aktuelle Erholung durch diese Plage ernsthaft bedroht werden. Überdurchschnittlich starke Regenfälle führten zu einem Rückgang der Ernte auf ein 35-Jahrestief im Jahr 2011. Die Nationale Vereinigung der Kaffeeanbauer ging ursprünglich davon aus, dass die Ernte dieses Jahr auf 8,5 Mio. Säcke (a 60 kg) steigen könnte. Das entspräche einem Anstieg von knapp 9% gegenüber den 7,8 Mio. Säcken im letzten Jahr. Ob sich diese Prognose vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen als zu optimistisch herausstellt wird sich noch zeigen. Schließlich werden in der nun befallenen Region Caldas 10% des kolumbianischen Kaffees angebaut. Sollte sich die Befürchtung, die Spinnen könnten immun gegen Insektizide sein, bewahrheiten könnte der Kaffeepreis kurzfristig weiter ansteigen. Unter Berücksichtigung der neuesten Entwicklungen im Kampf gegen die Plage könnten sich auf Sicht von Tagen und Wochen lukrative Long Szenarien im Kaffeepreis ergeben. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass, wie aus diesen Ausführungen deutlich wird, die Entwicklung der Kaffeepreise von einer Vielzahl wirtschaftlicher, klimatischer und landwirtschaftlicher Faktoren abhängt, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten. Index-Zertifikat auf JPMCCI NYBOT Coffee Total Return Index
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