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Hermès International S.A. - Nimmt der Asiatische Luxushunger zu?
Die französische Luxusmarke Hermès International S.A. mit Sitz in Paris widmet sich der Herstellung von Luxusgütern. Dazu gehören unter anderem die berühmten Seidenschals, sowie Lederwaren, Schmuck, Uhren und Kleidung. Bereits 1837 gegründet, befindet sich das Unternehmen seither in Familienbesitz. Der Vertrieb der hochpreisigen Produkte erfolgt über die etwa 250 eigenen Boutiquen, von denen etwa sechzehn in Deutschland zu finden sind, sowie über den Hermès-Onlineshop und Verkaufsflächen in gehobenen Kaufhäusern. Insgesamt beschäftigt Hermès zurzeit rund 9.500 Mitarbeiter. Im Jahre 2011 erwirtschaftete der Hermès-Konzern einen Umsatz von 2,84 Mrd. EUR und ein Betriebsergebnis von 885,2 Mio. EUR. Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals betrug 42%. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres konnte der Luxusgüterkonzern ein gutes Halbjahresergebnis vorweisen. Der Umsatz belief sich auf 1,59 Mrd. EUR und wies damit eine Steigerung um 21,9% gegenüber dem Vorjahr auf. Das operative Ergebnis wuchs um 22,2% auf 510,9 Mio. EUR. Das Umsatzplus des ersten Halbjahres 2012 lässt sich größtenteils auf die gestiegenen Verkäufe in Asien, ausgenommen Japan, zurückführen. Diese Region hat in den ersten sechs Monaten rund 32% des Konzernumsatzes ausgemacht. Zählt man Japan hinzu, kommt man auf etwa 47%. Die Nachfrage in Asien mache somit fast die Hälfte des Umsatzes aus. Die erwähnte Steigerung resultiere laut Analystenaussagen aus einer gestiegenen Nachfrage, vor allem in China, Singapur und Hong Kong. Wohlhabendere Kunden hätten dort ihre Ausgaben für die beliebten Luxusgüter wie die berühmten "Birkin-Bags" erhöht. Für eine solche Tasche zahlen Kunden je nach Material mindestens 5.000 EUR. Nach oben hin sind "fast" keine Grenzen gesetzt. Betrachtet man die einzelnen Geschäftssektoren des Konzerns, stellte man zuletzt in allen Bereichen ein Wachstum im zweistelligen Bereich fest. Die derzeitige Strategie, welche sich u.a. auf eine Entwicklung des Vertriebsnetzes und den Ausbau der Produktionskapazitäten konzentriert, führe man laut Unternehmensangaben weiterhin fort. Die Konzernleitung zeigt sich nach der guten Entwicklung im ersten Halbjahr positiv gestimmt und habe darüber hinaus das Umsatzziel bis zum Ende des Jahres von 10% auf 12% angehoben. Wichtige Signale könnten vom Rechtsstreit zwischen Hermès und dem direkten Konkurrenten und Weltmarktführer LVMH ausgehen. Hermès bangt um seine Unabhängigkeit und hat im Zusammenhang mit einer befürchteten Übernahme Klage gegen den Luxusriesen LVMH eingereicht. LVMH dementiere laut Medienberichten jegliche Absichten zu solch einer Übernahme und habe im Gegenzug Hermès wegen Verleumdung und unfairen Wettbewerbes angeklagt. Es bleibt abzuwarten, wie dieser Rechtsstreit ausgehen wird. Momentan zeigt sich die Mehrzahl der Analysten trotz des guten Ausblicks der Unternehmensleitung von Hermès jedoch skeptisch und geht von einem Kursrückgang der Hermès-Aktie aus. Jedoch hat HSBC in Anlehnung an die positive Ergebniskorrektur ihre Verkaufsempfehlung jüngst auf neutral angehoben. Für Anleger die sich entgegen dem Mainstream in der Aktie positiv positionieren möchten, könnten sich Renditeoptimierungsprodukte wie Aktienanleihen und Discountzertifikate anbieten. Darüber hinaus ist das Ergebnis des Hermès-Konzerns durch den hohen Anteil der Umsätze außerhalb der Eurozone enormen Wechselkursschwankungen unterworfen. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen kein Indikator für die Zukunft. Aktienanleihe auf Hermès International S.A.
Discount-Zertifikat auf Hermès International S.A.
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