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10.09.12, 16:33

onemarkets Wochenkommentar: BVG und FED entscheiden

BVG und FED entscheiden


 

Mario Draghi könnte als Retter Europas und der Welt in die Geschichte eingehen, schrieb der amerikanische Web-Nachrichtendienst "The Daily Beast" am vergangenen Freitag auf seiner Internetseite. Schließlich verkündete der EZB-Präsident am Vortag, dass die europäische Notenbank künftig unter bestimmten Umständen unbegrenzt Staatsanleihen von Mitgliedsländern aufkaufen würde. Damit scheint der Euro gerettet. Die Finanzmärkte reagierten geradezu euphorisch auf Draghis Botschaft. Der DAX® schraubte sich in der zweiten Wochenhälfte über 200 Punkte in die Höhe und markierte mit 7.248 Punkten ein neues Jahreshoch. Damit gelang auch der Ausbruch aus dem kurzfristigen Seitwärtstrend. Bestätigt der DAX® dieses Niveau in der laufenden Woche, hat er aus technischer Sicht Luft bis zu den Höchstständen aus dem Vorjahr bei 7.597,25 Punkte. Anleger sollten sich allerdings nicht wundern, wenn der DAX® vorher noch einmal konsolidiert. Stehen diese Woche doch erneut wichtige Termine an. So stellt die EU-Kommission am Mittwoch ihre Vorschläge zu einer europäischen Bankenaufsicht vor. Zudem wird die Entscheidung des Bundesverfassungsgericht (BVG) zum ESM erwartet. Am Donnerstag tagt die amerikanische Notenbank (FED). Es wird spekuliert, dass sie ein weiteres Anleihen-Aufkaufprogramm ankündigt. Ein positiver Ausgang könnte die Märkte weiter beflügeln.

Technische Unterstützung bietet weiterhin die Marke von 6.880 Punkten. Eine Trendwende mit dem Risiko weiter fallender Kurse, zeichnet sich frühestens bei Unterschreiten dieser Marke ab.

Besonders stark präsentierte sich in der zurückliegenden Woche der TecDAX®. So gelang dem Indexbarometer der Ausbruch über die Widerstandsmarke bei 800 Punkten. Kann das Barometer dieses Niveau in der laufenden Woche verteidigen, besteht die Chance mittelfristig auf rund 850 Punkte zu steigen. Angesichts der breiten Unsicherheit ist ein neuerlicher Rückschlag unter die 800 Punkte-Marke jedoch noch nicht auszuschließen.

 

Der Osten outperfomt

 

Die EZB-Hilfen strahlten weit über die Eurozone hinaus. So zogen vor allem Anleihen osteuropäischer Staaten wie Russland, Slowakei und Türkei in der vergangenen Woche an. Steigende Anleihenkurse beflügeln oft den Aktienmarkt. Sowohl der russische RDX® EUR als auch PTX® EUR, Tschechiens CTX® EUR und Ungarns HTX® EUR beendeten (zunächst) ihren kürzlich eingeschlagenen Abwärtstrend und legten in der Beobachtungswoche vom 3. bis 7. September 2012 deutlich zu. Der österreichische ATX® schob sich gar auf das Niveau von Anfang Mai 2012. Wird die Hürde bei 2.178,40 Punkten überwunden, rückt gar der Jahreshöchststand vom Februar bei 2.267,44 Punkten ins Visier.

 

Unter den Sektoren bewiesen im Beobachtungszeitraum vor allem Finanz- und Rohstoffaktienindizes relative Stärke. Der EURO STOXX® Banks (Net Return) Index durchbrach die Widerstandsmarke bei 185 Punkten. Damit ist der seit Frühjahr 2011 gebildete Abwärtstrend nach oben durchbrochen. Der NYSE Arca Junior Gold BUGS (Price-) Index profitierte zuletzt vom deutlichen Anstieg des Goldpreises. Mit aktuell 774 Punkten nimmt er nun Kurs auf den Höchststand vom Mai 2012 bei 825 Punkten. Setzt das gelbe Edelmetall den eingeschlagenen Kurs fort, könnte der Aktienindex somit weiter steigen. Dieser Index enthält allerdings die Aktien kleiner und mittelgroßer Goldminengesellschaften. Ein Trendwechsel beim Goldpreis könnte den Index somit überdurchschnittlich stark unter Druck setzen.

 

Stahl strahlt wieder

 

Die Anteilsscheine von ThyssenKrupp, Klöckner und Salzgitter zählten zuletzt zu den stärksten Titeln. Nach dem Einbruch der Stahlnachfrage im ersten Halbjahr rechnet der europäische Stahlverband in der zweiten Jahreshälfte eine Stabilisierung. 2013 könnte der Sektor dem Verband zufolge sogar wieder leicht wachsen. Anleger sind aktuell noch etwas skeptisch. Von einem Stimmungswandel unter den Marktteilnehmern zu reden, ist somit noch zu früh. Allerdings konnte sich der DAXglobal® Steel (TR) Index zuletzt deutlich vom jüngsten Tiefstand distanzieren. Nun notiert der Index knapp unter der technisch wichtigen Marke von 240 Punkten. Kann das Barometer das Aufwärtsmomentum der vergangenen Tage halten, erscheint ein Ausbruch über diese Hürde durchaus möglich. Das würde die Chance auf 258 oder gar 315 Punkte eröffnen. Anleger sollten jedoch warten bis die Marke überwunden ist. Scheitert der Index droht erneut eine deutliche Korrektur.

 

Stand: Schlusskurse vom Freitag, 07. September 2012, 17:30 Uhr

Weitere Infos unter: www. onemarkets.de

Kommentator: Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets

 

 

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