Die Kapitalmärkte in dieser Woche
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Die Euro-Schuldenkrise hatte die Aktienmärkte auch in der vergangenen Börsenwoche wieder fest im Griff. Zu Wochenbeginn sorgten zunächst Spekulationen über den Verbleib Griechenlands in der Eurozone und Ängste um die Finanzstabilität Spaniens – nachdem mehrere Regionen Hilfen der Zentralregierung anforderten – für deutliche Kursverluste bei europäischen Dividendentiteln. Die amerikanische Ratingagentur Moody’s hat dann den Anlegern endgültig die Kauflaune verdorben, indem sie die Kreditwürdigkeit für Deutschland, Niederlande und Luxemburg mit einem negativen Ausblick versah. |
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Werner Bader, LBBW |
Von der Berichtssaison, die in den USA und Europa bereits voll im Gange ist, gingen trotz positiver Überraschungen vor allem bei zahlreichen amerikanischen Unternehmen, keine nachhaltigen Marktimpulse aus. Erleichterung kam erst auf, als Mario Draghi - Chef der Europäischen Zentralbank - seine Bereitschaft bekräftigte, alles Nötige für die Euro-Rettung zu tun. Ohne konkret zu werden, signalisierte er damit erneute Käufe von Staatsanleihen. In erster Reaktion quittierten die Finanzmärkte dies mit deutlich sinkenden Renditen bei Peripherie- Staatsanleihen und steigenden Aktienkursen. Eine nachhaltige Wende ist dadurch jedoch noch lange nicht abzuleiten, zumal die traditionell schwachen Börsenmonate August und September noch bevorstehen. Wir empfehlen daher, Neuengagements weiter zurückzustellen. Vielmehr sollten die Anleger die Sommerferien genießen und statt dem täglichen Kampf um den Euro die Wettkämpfe der Athleten bei den olympischen Spielen in London verfolgen.
Quelle: Werner Bader, Leiter LBBW Retail Research
Stand: 27.07.2012
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