Die Kapitalmärkte in dieser Woche
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Die Euphorie an den Aktienmärkten nach den Gipfelbeschlüssen von Brüssel ist schnell wieder verflogen. Der DAX legte in der abgelaufenen Woche wieder den Rückwärtsgang ein und verlor gegenüber dem Zwischenhoch deutlich an Boden. Belastungsfaktoren gab es dabei eine ganze Reihe. Vor allem von der Konjunkturseite kamen wenig zuversichtlich stimmende Nachrichten. So mussten für zahlreiche europäische Länder- nicht nur aus der Mittelmeerregion – die Wachstumsprognosen nach unten revidiert werden. Und auch in China, dem Hoffnungsträger gerade der deutschen Industrie, lässt die Dynamik nach. Nachdem das Land im ersten Quartal um 8,1 gewachsen ist, waren es im zweiten Quartal nur noch 7,6 %. |
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Werner Bader, LBBW |
Die Euphorie an den Aktienmärkten nach den Gipfelbeschlüssen von Brüssel ist schnell wieder verflogen. Der DAX legte in der abgelaufenen Woche wieder den Rückwärtsgang ein und verlor gegenüber dem Zwischenhoch deutlich an Boden. Belastungsfaktoren gab es dabei eine ganze Reihe. Vor allem von der Konjunkturseite kamen wenig zuversichtlich stimmende Nachrichten. So mussten für zahlreiche europäische Länder- nicht nur aus der Mittelmeerregion – die Wachstumsprognosen nach unten revidiert werden. Und auch in China, dem Hoffnungsträger gerade der deutschen Industrie, lässt die Dynamik nach. Nachdem das Land im ersten Quartal um 8,1 gewachsen ist, waren es im zweiten Quartal nur noch 7,6 %. Die nachlassenden Konjunkturimpulse werden sich auch auf die Unternehmensbilanzen niederschlagen. So klingen die Aussagen verschiedener Konzerne inzwischen deutlich vorsichtiger als noch am Jahresanfang bzw. im Frühling. Ein Beispiel hierfür ist der aufgrund seiner breiten Diversifizierung als guter Seismograph geltende Siemens-Konzern. Die Münchner berichten von einer spürbar verhalteneren Nachfrage nach ihren Produkten. Die bald einsetzende Berichtssaison für das zweite Quartal wird wohl auch bei vielen anderen großen Konzernen in die gleiche Richtung weisen. Die überraschend positiven Nachrichten von SAP – der Walldorfer Softwarekonzern erfreute die Börsianer mit hervorragenden vorläufigen Zahlen für den Zeitraum zwischen April und Juni – dürfte eher eine Ausnahme bleiben. In den USA hat die offizielle Berichtssaison schon begonnen. Der Start verlief eher holprig. Der Aluminiumkonzern Alcoa schrieb im zweiten Quartal rote Zahlen, einige Technologiekonzerne mussten die Prognosen senken. Vor diesem Hintergrund spricht viel dafür, dass es in den kommenden Wochen an den Aktienmärkten wenig Anlass zum Feiern geben wird.
Quelle: Werner Bader, Leiter LBBW Retail Research
Stand: 13.07.2012
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