Keine Frage, in der laufenden Woche fiebert ganz Deutschland dem EM-Halbfinale gegen Italien entgegen. Der Donnerstagabend dürfte jedoch keineswegs der einzige Termin sein, den sich Finanzmarktteilnehmer rot im Kalender markiert haben. In der zweiten Wochenhälfte steht der Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs an. "Er gilt als sehr wichtige Chance, um den Märkten ein mutiges Signal hinsichtlich des Engagements für das Projekt Euro zu senden", erklären Experten der UniCredit in ihrer neusten Studie. Zudem könnten Spekulationen um eine Zinssenkung seitens der EZB die Märkte stimulieren. In den USA werden verschiedene Daten zum Häusermarkt und zu den Aufträgen länglebiger Güter publiziert. Hier rechnen die Analysten mit positiven Daten. Die Chance auf eine weitere Aufwärtsentwicklung deutscher Aktienbarometer sind somit durchaus gegeben.
In der zurückliegenden Woche entwickelte sich der DAX® jedoch äußerst volatil. In der ersten Wochenhälfte konnte er zulegen. In der zweiten Halbzeit gab er die Gewinne nahezu vollständig wieder ab. Zum Auftakt in die laufende Woche unterschritt das Barometer erneut die 200-Tage-Durchschnittslinie und verletzte dabei den seit Anfang Juni 2012 gebildeten Aufwärtstrend. Charttechniker haben nun die Unterstützung bei 6084,87 Punkten genau im Visier. Wird diese Marke in der laufenden Woche verteidigt, könnte der Aufwärtstrend wieder aufgenommen werden. Andernfalls droht ein Sturz auf 5918,33 Punkte (Tiefstand am 5.6.2012) oder gar darunter.
Beim MDAX® Performance Index und dem TecDAX® Performance Index ist der kurzfristige Aufwärtstrend trotz der Korrektur in den vergangenen Handelstagen noch intakt. Der MDAX® Performance Index hat dabei im Bereich von 10.000 Punkten eine solide Unterstützung. Der TecDAX® Performance Index erscheint labiler. Er testet aktuell mit 734 Punkten die untere Begrenzung des Aufwärtstrends.
Starkes positives Momentum zeigen derzeit die Aktienbarometer krisengeschüttelter Länder wie Griechenland und Spanien. Der spanische IBEX35®-Index stieß dabei jedoch zum Wochenschluß an die hartnäckige Widerstandsmarke bei 7.000 Punkten. Das könnte den Index in der laufenden Woche bremsen. Freie Fahrt für steigende Kurse signalisieren hingegen der NYSE Arca Mexiko (Price-)Index sowie der Istanbul Stock Exchange National 30 Index. Mexiko scheint dabei von der bevorstehenden Wahl und einem erwarteten Regierungswechsel zu profitieren.
Unter den Branchen zeigen vor allem NYSE ARCA Airlines (Price-)Index sowie der EUROSTOXX® Travel & Leisure (Return-)Index Aufwärtsmomentum. Dabei profitierten die Fluggesellschaften vor allem vom rückläufigen Ölpreis. Zudem versetzte Spekulation um eine Überprüfung der Luftverkehrsabgabe in Deutschland Lufthansa & Co. Flügel.
Außerordentlich starkes Aufwärtsmomentum zeigt derzeit der Solactive® Home Entertainment Performance Index. Das Aktienbarometer enthält 20 Titel aus der Unterhaltungsbranche. Dazu zählen Spielehersteller wie Activision Blizzard, Telekommunikationskonzerne wie Comcast, TV- und Smartphone-Geräte-Hersteller wie Samsung und Filmproduzenten wie Walt Disney. In den zurückliegenden zwei Wochen gelang es sowohl wichtige kurz- und mittel- als auch eine signifikante langfristige Durchschnittslinie zu überwinden. Gelingt es nun den Widerstand bei 95,72 Punkten zu knacken, ist der Weg aus technischer Sicht frei bis 98,75 Punkte. Anleger sollten der guten Aussicht in dieser Branche stets einen Blick auf die führenden Indizes der Welt werfen. Kapriolen am Gesamtmarkt könnten auch Anlegern im Unterhaltssektor die Laune verderben und die Kurse drücken.
Stand: Schlusskurse vom Freitag, 22. Juni 2012, 17:30 Uhr
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