In der vergangenen Woche gab es an den Finanzmärkten nur ein Thema – Griechenland. Wählen die Griechen den Grexit und Geuro? Einige Marktteilnehmer spekulierten in der zweiten Wochenhälfte auf einen Verbleib in der Eurozone. Das trieb den griechische FTSE®/ASE-Index im Beobachtungszeitraum vom 8. bis 15. Juni über 20 Prozent nach oben. Sie könnten Recht behalten. Die Wahl ist vorbei. Entschieden scheint zwar noch nichts. Die Hoffnung auf ein Festhalten an den Sparvorhaben reichte jedoch, um positiv in die Woche zu starten. Mit 227,63 Punkten notiert der FTSE®/ASE-Index aktuell an einer Widerstandsmarke. Hält die Aufwärtsdynamik der vergangenen Tage an, ist ein Anstieg bis 263,50 Punkte möglich. Der Reiz einzusteigen ist sicher groß. Der Chart weist nach oben und die Marktkapitalisierung von Griechenlands 20 größten Werten ist kleiner als der Börsenwert der Deutschen Post. Riskant erscheint es dennoch.
Einige osteuropäische Indizes lassen sich von der etwas verbesserten Börsenstimmung in einigen Krisenländern anstecken. So zeigen vor allem Polens WIG20®-Index und der russische RDX® Total Return Index starkes Aufwärtsmomentum. Der WIG20®-Index konnte inzwischen die 2.200-Punkte Marke überwinden. Aktuell versucht er die 200-Tage-Durchschnittslinie nach oben zu durchbrechen. Gelingt dies in den nächsten Tagen, ist aus technischer Sicht Luft bis 2.348 Punkte. Der RDX® Total Return durchbrach inzwischen den seit Mitte März gebildeten Abwärtstrend nach oben. Kurzfristig hat er nun Potenzial bis 1.600 Punkte (aktuell: 1.523,24 Punkte).
Beim DAX® Performance Index sowie dem EURO STOXX 50®-Index sind die Kaufsignale längst noch nicht eindeutig. Bei beiden mangelt es (noch) an Aufwärtsmomentum. Derweil zeigen Chinas Aktienbarometer HANG SENG und HANG SENG China Enterprises in der vergangenen Woche eine Stabilisierung. Für erste konkrete Kaufsignale erscheint es zwar noch etwas zu früh. Dennoch sollten sie weiter beobachtet werden. Der HANG SENG China Enterprises notiert aktuell mit 9.872 Punkte an einer Widerstandsmarke. Ein Ausbruch über dieses Level verschafft dem Index Potenzial rund 11.000 Punkte.
In den USA geht der Kampf um das Weiße Haus allmählich in die heiße Phase. Laut Real Clear Politics hat Amtsinhaber Barack Obama mit 45,6 Prozent einen knappen Vorsprung auf den republikanischen Herausforderer Matt Romney (44,9 Prozent). Die Marktteilnehmer scheinen das Kopf-an-Kopf-Rennen gelassen zu beobachten. Auch durchwachsene US-Wirtschaftsdaten und die Schuldenkrise in der Eurozone können die Aktienindizes bisher kaum in die Knie zwingen. So notiert beispielsweise der S&P 500®-Index nur knapp 15 Prozent unter dem Allzeithoch. Diese relative Stärke gegenüber anderen Märkten könnte er in den kommenden Wochen beibehalten. Der Dollar gilt für viele (Euro-)Investoren als sicherer Hafen. Eine Vielzahl amerikanischer Unternehmen erwirtschaftet längst einen großen Teil des Umsatzes und Gewinns außerhalb der USA und sind damit zu einem gewissen Grad unabhängig von der Binnenwirtschaft. Mit einem KGV von 12,9 sind die S&P 500-Unternehmen historisch betrachtet moderat bewertet. Unde neben der Bewertung passt auch der technische Ausblick. Ende vergangener Woche gelang dem Index der Ausbruch über die Widerstandsmarke bei 1.336,10 Punkte. Mittelfristig erscheint der Höchststand von Anfang April 2012 bei 1.422,38 Punkte wieder erreichbar.
Stand: Schlusskurse vom Freitag, 15. Juni 2012, 17:30 Uhr
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