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Gold - Comeback als sicherer Hafen?
Mit einem Kursplus von 3,7 Prozent, dem höchsten Tagesgewinn seit Januar 2009, zählte Gold am vergangenen Freitag zu den wenigen Lichtblicken an den internationalen Finanzmärkten. Auch zu Wochenbeginn konnte sich das Edelmetall in einem schwachen Marktumfeld klar über der Marke von 1.600 USD halten. Mittel- bis langfristig könnten einige Faktoren für einen weiteren Anstieg des Goldpreises sprechen. Schwache Wirtschaftsdaten, beispielsweise die am Freitag veröffentlichten Arbeitsmarktdaten aus den USA, sowie ein leichter Rückgang der Inflation und steigender politischer Druck, erhöhen die Wahrscheinlichkeit weiterer quantitativer Lockerungsmaßnahmen. Sowohl im Euroraum, als auch in den USA, wurden in letzter Zeit vermehrt Stimmen für weitere Eingriffe der Zentralbanken laut. So verstärkte Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds, den Druck auf die Europäische Zentralbank den Leitzins im Euro-Raum zu senken. Ähnliche Signale sind auch aus den Vereinigten Staaten zu vernehmen: Der CO-CIO von Pimco, Bill Gross, bezifferte in einem Interview die Wahrscheinlichkeit einer dritten Runde des Quantitative Easing Programms (QE3) auf 60 Prozent. Anders ausgedrückt: Die Notenpresse könnte möglicherweise erneut angeworfen werden. Dies würde wahrscheinlich zu einem Abwerten der betroffenen Währung sowie steigender Inflationsängste führen, was wiederum eine stärkere Nachfrage nach Gold zur Folge haben könnte. Trotz des rasanten Preisanstiegs in den vergangen Jahren, verharrt die Goldförderung auf einem niedrigen Level. So wurden im März dieses Jahres 208 Tonnen Gold gefördert. Dies entspricht einem geringeren Niveau als im Jahre 2000, als die weltweite Förderung durchschnittlich bei 213 Tonnen im Monat lag. Gleichzeitig ist die physische Goldnachfrage ungebrochen hoch. Vor allem China kaufte in den letzten Monaten verstärkt Gold. Im April sind die Goldimporte Chinas aus Hongkong, gemäß Daten des Statistikbüros der ehemaligen britischen Kronkolonie, im Vergleich zum Vormonat um 65 Prozent auf ein Rekordniveau von 103,6 Tonnen gestiegen. Setzt sich diese Dynamik im Jahresverlauf fort, könnte China mehr als 700 Tonnen Gold einführen. Neben der physischen Nachfrage haben auch die spekulativen Goldpositionen einen erheblichen Einfluss auf die Preisentwicklung des Edelmetalls. Marktakteure waren in den vergangenen Wochen dadurch aufgefallen, dass sie den sicheren Hafen Gold verließen und lieber den Dollar ansteuerten. So reduzierte sich laut dem aktuellen Commitments of Traders Report die kumulierte Netto-Long-Position seit dem 1. Mai um 26,6 Prozent auf 130.709 Kontrakte. Spekulationen um weitere Quantitative Lockerungsmaßen könnten zu einer Umkehr dieser Bewegung führen und den Goldpreis unterstützen. Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Goldpreises von vielen Einflussfaktoren abhängig ist. Ein Nachfragerückgang an physischem Gold, sowie steigende Förderungsmengen könnten zu einem Preisverfall führen. Zudem könnte ein weiterer Rückgang an spekulativen Long-Positionen den Goldpreis unter Druck setzen. Index-Zertifikat auf Gold Total Return Index
Discount-Zertifikat auf Gold (Troy Once)
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