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Adidas - Gewinner der Europameisterschaft?
Der deutsche Sportartikelhersteller Adidas zählt mit rund 47 000 Mitarbeitern und seinen bekannten Marken wie Adidas, Reebok und TaylorMade neben dem US-Unternehmen Nike zu den unangefochtenen Marktführern dieser Branche. Gemessen am Jahresumsatz von 13,34 Mrd. EUR in 2011 gehört der DAX-Konzern mit Hauptsitz in Herzogenaurach zu den 10 größten Unternehmen Deutschlands. Die Umsatzerlöse beliefen sich im ersten Quartal 2012 auf 3,84 Mrd. EUR, was einem deutlichen Zuwachs von 17,3% gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres entspricht. Die operative Marge konnte ebenfalls von 9,6% auf derzeit 10,7% erhöht werden. Einer der Hauptgründe für diese erfreuliche Entwicklung war ein Umsatzwachstum von 26% in China und den anderen asiatischen Märkten. Mit den positiven Zahlen des ersten Quartals im Rücken blickt das Unternehmen gespannt auf die folgenden Monate, die vor allem durch die beiden Großereignisse Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine sowie den Olympischen Sommerspielen in London geprägt sind. Hierdurch erhofft sich Adidas eine deutliche Umsatzsteigerung. Ziel sei es im Zuge des olympischen Engagements in London den Marktführer Nike in Großbritannien zu überholen. Im ersten Quartal konnte der Umsatz in Großbritannien bereits um 19% erhöht werden, während im Rest des westlichen Europas das Umsatzwachstum "nur" 10% betrug. Adidas ist als Ausrüster in 25 der 26 olympischen Sportarten vertreten und stattet neben dem Gastgeberteam zehn weitere nationale olympische Komitees sowie 70 000 Olympia-Helfer mit seinen Sportartikeln mit den berühmten drei Streifen aus. Während bei den olympischen Spielen der Fokus auf der Präsenz der Marke Adidas liegt, peilt man mit der Fußball-Europameisterschaft gezielt ein kräftiges Umsatzwachstum an. Neben dem Hauptsponsoring des Events durch Bandenwerbung und Bereitstellung des Spielballs, verfügt Adidas über exklusive Ausrüsterverträge mit einem Großteil der Nationalmannschaften sowie bekannten Einzelspielern. Adidas fungiert als Trikot-Sponsor von 6 der 16 qualifizierten Mannschaften und hat damit mehr Teams als jeder andere Ausrüster unter Vertrag. Nicht zu vernachlässigen ist, dass darunter mit Spanien und Deutschland zwei hoch gehandelte Titelanwärter vertreten sind. Die interne Rechnung von Adidas lautet wie folgt: Sollte die deutsche Nationalmannschaft das Finale des Turniers erreichen, spekuliert man mit bis zu einer Million verkaufter Trikots des deutschen Teams. Vor diesem Hintergrund ist die Konzernführung um CEO Herbert Hainer bestrebt 2012 einen neuen Umsatzrekord mit einer Steigerung von etwa 10% auf über 14 Mrd. Euro aufzustellen. Das Ziel des Nettogewinns wurde mit einem Zuwachs von 12% bis 17% veranschlagt. Bis 2015 will man den Umsatz sogar auf 17 Mrd. Euro und den Gewinn pro Jahr um durchschnittlich 15% steigern. Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses von Adidas von vielen Einflussfaktoren abhängig ist. Ein Rückgang im Konsumverhalten, z.B. bedingt durch ein vorzeitiges Ausscheiden der gesponserten Teams bei der Europameisterschaft, könnten zu erheblichen Umsatz- und Gewinneinbrüchen führen, was sich wiederum entsprechend negativ auf den Aktienkurs von Adidas auswirken könnte. Bei einem aktuellen Kurs von 55,98 EUR bewerten derzeit 27 Analysten bei Bloomberg die Adidas-Aktie mit "KAUFEN" und 11 Analysten mit "HALTEN". 3 Analysten auf Bloomberg setzen Adidas auf "VERKAUFEN". Das 12-Monats-Kursziel bei Bloomberg liegt bei 69,21 EUR. Bonus-Cap Zertifikat auf die Adidas AG
Discount Zertifikat auf die Adidas AG
Aktienanleihe auf die Adidas AG
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