Die Kapitalmärkte in dieser Woche
|
Die seit Ende März anhaltende Konsolidierungsphase hat auch in den ersten Maitagen die Bewegungen an den Aktienmärkten bestimmt. Der DAX kommt nicht mehr vom Fleck, zuletzt ging es tendenziell sogar etwas abwärts. Neben der wieder in das Blickfeld gerückten Euro-Schuldenkrise und der damit einhergehenden steigenden Risikoaversion belasten vor allem die größer gewordenen Fragezeichen hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung. In Europa sind inzwischen viele Staaten in die Rezession gerutscht, andere müssen Abstriche bei ihren prognostizierten Wachstumsraten vornehmen. Und auch in den USA scheint die wirtschaftliche Entwicklung nicht ganz so glatt zu verlaufen wie noch am Jahresanfang erhofft und auch erwartet. Vor diesem Hintergrund verpufften in den allermeisten Fällen die guten Zahlen im Rahmen der derzeit laufenden Quartalsberichterstattung und brachten den
Aktien keinen neuen Schwung.
|
|
Werner Bader, LBBW |
Vor allem die exportstarken Konzerne aus der Chemie und Automobilbranche legten in der Regel Zahlen oberhalb der Erwartungen vor. Sie profitierten von ihrer guten Marktstellung in den Boomstaaten Asiens und Südamerikas und konnten den Gewinn zum Teil kräftig steigern. Weniger gut sah es dagegen in der Finanzbranche aus. Sowohl die Deutsche Bank als auch die Deutsche Börse enttäuschten die Aktionäre mit schlechter als prognostiziert ausgefallenen Zahlen. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Verunsicherung an den Aktienmärkten wieder deutlich zugenommen hat und die Leichtigkeit des ersten Quartals vollständig verschwunden ist. Schlechte Nachrichten werden wieder wahrgenommen, höhergewichtet und im Ergebnis mit Kursabschlägen quittiert. Es spricht viel dafür, dass nach dem April auch der Mai an den Börsen eher holprig wird.
Quelle: Werner Bader, Leiter LBBW Retail Research
Stand: 04.05.2012
Informationen zu passenden Produkten finden Sie unter: : http://www.lbbw-zertifikate.de
|