Die Kapitalmärkte in dieser Woche
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Die Risikoaversion an den Kapitalmärkten hat in den vergangenen Wochen wieder merklich zugenommen. In erster Linie ist dafür die Entwicklung in Spanien verantwortlich zu machen. Die Wirtschaft in dem süd-europäischen Land schrumpft wohl stärker als erwartet. Und damit wird es für die Iberer auch immer schwieriger, die angestrebten Sparziele zu erreichen. Die Rating-Agentur Standard & Poor’s hat dem inzwischen durch eine Herabstufung der Bonität von A auf BBB+ Rechnung getragen. Viele Investoren, die im ersten Quartal die Euro-Schuldenkrise schon ad acta gelegt hatten und höher rentierliche Papiere wie beispielsweise spanische Staatsanleihen kauften, haben nun wieder die Seite gewechselt und konzentrieren sich auf risikoarme oder gar risikolose Anlagen. Darunter leiden auch die Aktienmärkte.
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Werner Bader, LBBW |
Der DAX hat innerhalb weniger Wochen mehr als 10 % nachgegeben und findet sich auf deutlich tieferem Niveau wieder. Der Euro Stoxx 50 musste der Entwicklung aufgrund der im Vergleich zum DAX deutlich höher gewichteten Banken sowie der im Index enthaltenen italienischen und spanischen Titel noch wesentlich stärker Tribut zollen. Er hat die seit Jahresanfang aufgelaufenen Gewinne inzwischen wieder vollständig eingebüßt. Angesichts der eingetrübten Stimmung werden die im März erzielten Jahreshöchststände wohl nicht mehr so schnell erreicht werden. Ein erneuter Kursabsturz erscheint aber auch nicht wahrscheinlich. Die Ertragssituation der Unternehmen ist relativ stabil, das unterstreicht auch die im Moment laufende Berichtserstattung zum ersten Quartal. Zudem ist es schwierig, überzeugende Anlagealternativen zu finden. So spricht viel für eine Seitwärtsbewegung in den kommenden Wochen, wobei höhere Schwankungen als im bisherigen Jahresverlauf einzukalkulieren sind.
Stand: 27.04.2012
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