Die Kapitalmärkte in dieser Woche
Nach dem fulminanten Kursanstieg seit Herbst des letzten Jahres sind die Aktienmärkte nun in eine ausgeprägte Konsolidierungspause eingeschwenkt. Wurden negative Nachrichten über längere Zeit hinweg angesichts der entspannten Stimmung kaum wahrgenommen oder gar ausgeblendet, haben sie nun wieder an Einfluss gewonnen und schlagen sich in temporären Kursrückgängen nieder. Gegenwind kam in den letzten Wochen vor allem aus Südwesteuropa. Die spanische Wirtschaft entwickelt sich schwächer als erwartet, und die Zweifel an der Bonität der Iberer sind wieder deutlich gewachsen. Zudem säten die letzten volkswirtschaftlichen Daten aus den USA und aus China Zweifel an einer zufrieden stellenden Konjunkturdynamik außerhalb Europas. So ist es wenig verwunderlich, dass die Stimmung am deutschen
Aktienmarkt nicht mehr ganz so ungetrübt ist wie noch über weite Strecken im ersten Quartal. |
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Werner Bader, LBBW |
Die Fragezeichen hinsichtlich der globalen Wirtschaftsentwicklung werden größer, die von manchen bereits ad acta gelegte Euro-Schuldenkrise meldet sich wieder zu Wort. Insofern werden sich die Börsianer von dem lieb gewonnenen Bild einer stabilen und im wesentlichen ununterbrochenen Aufwärtsbewegung an den Börsen wohl verabschieden müssen. Die generelle Aufwärtstendenz sollte aber
bestehen bleiben. Dafür sprechen neben der Markttechnik – der relevante mittelfristige charttechnische Aufwärtstrend ist auch nach der Korrektur noch intakt - auch die mit einem KGV von rund 10 im langjährigen Vergleich günstige Bewertung der DAX-Aktien sowie der Mangel an attraktiven Anlagealternativen. Gerade schwache Tage bieten vor diesem Hintergrund vielversprechende Chancen zum Aufbau von
neuen Positionen.
Quelle: Werner Bader, Leiter LBBW Retail Research
Stand: 20.04.2012
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