Die Kapitalmärkte in dieser Woche
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Der deutsche Aktienmarkt nimmt die vorösterliche Fastenzeit durchaus ernst. Allein in der Karwoche hat der Index knapp 4 % abgespeckt. Bei der Auktion von spanischen Staatsanleihen musste das in die Rezession abgerutschte Land den Investoren höhere Renditen zahlen als erwartet. Schnell machte sich deshalb an der Börse die Furcht vor einem aufflackern der Euro-Krise breit. Zuvor hatte die Aussage von Fed-Chef Ben Bernanke, die Geldpolitik vorerst nicht weiter lockern zu wollen, die Stimmung der Börsianer schon deutlich eingetrübt. Tatsächlich müssen die Anleger allerdings nicht unbedingt pessimistisch in die Osterferien gehen, denn die letzten Tage brachten
durchaus auch hoffnungsvolle Signale.
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Werner Bader, LBBW |
Neue Daten vom Arbeitsmarkt bestätigten beispielsweise unser Szenario einer graduellen Erholung der US-Konjunktur. So schufen die privaten Unternehmen in den USA im März 209 000 neue Jobs und damit etwas mehr als von Börsianern im Schnitt erwartet. Darüber hinaus stieg im März der ISM-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in den USA überraschend von 52,4 im Februar auf 53,4. Auch der zuletzt lahmende chinesische Drache präsentierte sich wieder von seiner starken Seite. Die Stimmung der Dienstleistungsunternehmen aus dem Reich der Mitte kletterte im Monat März auf den höchsten Stand seit elf Monaten. Möglicherweise werden die Ostergeschenke am Aktienmarkt somit erst nach den Feiertagen verteilt. Schließlich sind die deutschen DAX-Titel weiter günstig bewertet. Darüber hinaus steht die Dividendensaison 2012 vor der Tür. Die gesamte Ausschüttungssumme der DAX-Titel an die Aktionäre beläuft sich auf 27,7 Mrd. Euro. Davon werden rund 85 % in den Monaten April und Mai ausgezahlt.
Quelle: Werner Bader, Leiter LBBW Retail Research
Stand: 05.04.2012
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