Die Kapitalmärkte in dieser Woche
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Aufatmen an den Wertpapierbörsen rund um den Erdball. Eine unkontrollierte Pleite Griechenlands ist vorerst abgewendet. In der Nacht auf Freitag gab die Regierung in Athen bekannt, dass gut 85 % der privaten Gläubiger dem nach monatelangen Diskussionen vereinbarten Umschuldungsplan zugestimmt haben. Auch wenn die Hoffnung auf eine Quote von über 90 % unerfüllt blieb und damit der Weg über den Zwangsumtausch für unwillige Gläubiger gegangen werden muss, so war der kräftige Kurseinbruch an den Aktienmärkten vom Wochenanfang damit gleichwohl weitgehend gegenstandslos. Zum Wochenende hin kehrte daher wieder Normalität an den Börsen ein, und die heißt seit Jahresanfang steigende Kurse. Der DAX näherte sich wieder der 7 000er-Marke und es dürfte auch nur eine Frage der Zeit sein, bis er diese überwindet. |
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Werner Bader, LBBW |
Unterstützung erhält der deutsche Aktienmarkt weiterhin von der fundamentalen Seite. Die Berichte zum Geschäftsjahr 2011 und die Ausblicke auf das laufende Jahr strotzen zwar nicht gerade vor Zuversicht, malen aber ein freundliches Bild. In den meisten Branchen werden die Gewinne trotz der wohl nicht mehr zu vermeidenden Rezession in Euroland auch in diesem Jahr steigen - wenn auch mit
verminderter Dynamik. Dabei profitieren die im DAX zahlreich vertretenen exportstarken Unternehmen von der hohen Akzeptanz ihrer Produkte in den Schwellenländern. Autos, Maschinen und Infrastrukturgüter „made in Germany“ sind dort trotz etwas nachlassender Wachstumsraten nach wie vor sehr gefragt. Vor diesem Hintergrund verfügt der DAX nicht nur über stimmungs- und markttechnisch getriebene kürzerfristige Aufwärtsenergie, auch mittel- bis längerfristig besteht durchaus weiterer fundamentaler Kursspielraum.
Quelle: Werner Bader, Leiter LBBW Retail Research
Stand: 09.03.2012
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