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03.06.26, 12:37

Dell Technologies wird zum KI-Infrastrukturwert

Die Aktie von Dell Technologies hat nach den jüngsten Quartalszahlen neue Rekordmarken erreicht. Der Kurs profitierte vor allem von Großaufträgen für KI-Server und höheren Jahreszielen. Die starken Kursausschläge erhöhen wiederum die Attraktivität von Zertifikaten.

Der amerikanische PC-Hersteller hat in der vergangenen Woche Ergebnisse präsentiert, die den Wandel des Konzerns mehr als deutlich machen. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2026/27 stieg der Umsatz um 88 Prozent auf 43,8 Milliarden Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erhöhte sich um 214 Prozent auf 4,86 Dollar. Der operative Cashflow erreichte mit 4,1 Milliarden Dollar den höchsten Wert, den Dell jemals in einem ersten Geschäftsquartal erzielt hat.

Der wichtigste Wachstumstreiber war das Infrastrukturgeschäft. Innerhalb dieses Segments erzielte Dell mit KI-optimierten Servern 16,1 Milliarden Dollar Umsatz nach lediglich 1,9 Milliarden Dollar im Vorjahr. Die Auftragseingänge für KI-Systeme beliefen sich im Quartal auf 24,4 Milliarden Dollar. Dell erwartet für das laufende Geschäftsjahr nun rund 60 Milliarden Dollar Umsatz mit KI-Servern. Zuvor hatte der Konzern rund 50 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Auch die Konzernprognose für das Gesamtjahr wurde in diesem Zusammenhang kräftig angehoben.

Der Kurs der Dell-Aktie zog im Anschluss um über 30 Prozent an, die Analysten erhöhten reihenweise ihre Kursziele. Die Bewertung erscheint im historischen Vergleich überhöht. Allerdings war Dell in den vergangenen Jahren auch nur ein normaler PC-Hersteller ohne große KI-Fantasie. Seit Jahresbeginn hat sich die Aktie mehr als verdreifacht. Eine Konsolidierung auf dem erhöhten Niveau wäre nicht ungewöhnlich. Das nach den Zahlen entstandene Aufwärtsgap (328 zu 402 Dollar) dient als gute charttechnische Unterstützung. Dazu passend haben wir für die heutige Marktidee einen Discounter der BNP Paribas mit einem Cap bei 320 Dollar ausgewählt. Trotz eines Risikopuffers von 26 Prozent haben Anleger hier eine Ertragschance von gut 14 Prozent (26,1 Prozent p.a.). Verluste entstehen unterm Strich nur dann, wenn die Aktie bis Dezember mehr als 35 Prozent an Wert verliert (PM23AH). Alle Angaben gelten wie immer bei US-Werten für den Fall stabiler Wechselkurse.