Nach rechts weisender Zeigefinger (Handrücken) Jetzt für das volkswirtschaftliche und fundamentale Quartalsupdate mit UniCredit sowie das technische Quartalsupdate mit HSBC anmelden!
10.03.26, 09:20

Reversal-Day bei Aktien und Rohöl

Ölpreis erst auf Berg...


Der Irankrieg hält die Finanzmärkte weiter im Würgegriff. Die Ölpreise, sowohl für WTI als auch für Brent, überwanden die Marke von 100 US-Dollar je Barrel. Brent legte im Tagesverlauf gar auf nahezu 120 US-Dollar zu. Die Gründe für den fortgesetzten Preisanstieg: Die Angriffe der Kriegsparteien gehen unvermindert weiter, und eine Entspannung in puncto Ölversorgung ist nicht in Sicht - im Gegenteil: Die Straße von Hormus bleibt quasi unpassierbar, und in den Lieferländern laufen die Öllager voll, was Produktionsstilllegungen nach sich zieht. Das gleiche gilt für Flüssiggas. Zudem zeigt die Ernennung von Modschtaba Chamenei, dem Sohn des getöteten Obersten Führers Ali Chamenei, dass das Regime mehr oder weniger fest im Sattel sitzt und vor allem handlungsfähig bleibt.

  • ...und dann auf Talfahrt

Im weiteren Verlauf kamen die Ölpreise zurück, weil die Financial Times berichtete, dass die G7-Staaten die Freigabe strategischer Ölreserven erwägen. Zudem wurde bekannt, dass die US-Regierung die Sanktionen gegen russisches Öl weiter lockern möchte. Und Donald Trump mutmaßte, dass der Iran-Krieg bald beendet sein könnte. Dies drückte den Preis für ein Barrel Brent wieder unter die Marke von 100 USD je Fass - zuletzt wurden 93 USD bezahlt. Ein "Reversal-Day" auch an den Aktienmärkten: US-Aktien drehten ins Plus; der S&P 500 beendete den Handelstag mit einem Zugewinn von 0,6 %. Auch die asiatischen Märkte tendieren heute früh freundlich.

Zinserhöhungen? Wohl kaum


Die steigenden Energiepreise schüren in diesen Tagen Inflationsängste, was wiederum die Leitzinserwartungen, vor allem in Europa ansteigen ließ. Zwischenzeitlich preisten die Akteure an den Geldmärkten gar zwei Zins-anhebungen durch die EZB ein, um dem drohenden Energiepreisanstieg entgegen zu wirken. Dabei könnten die Anleger wohl etwas übers Ziel hinausgeschossen sein. Sollte die EZB die Inflationseffekte als temporär einschätzen, dürften sie die Füße still und den Einlagesatz unverändert lassen, zumal ein Dilemma droht: Ein möglicher Energiepreisschock könnte die Konjunktur abwürgen, was die Notenbank eigentlich durch expansivere Maßnahmen flankieren sollte.

Konjunktur schon im Januar schwach


Für eine Beurteilung der Konjunkturauswirkungen des Iran-Krieges ist es freilich zu früh. Die gestern veröffentlichten Daten zeigten jedoch schon für den Monat Januar Bremsspuren. Nach Angaben von Destatis gingen die monatlichen Neuaufträge um 11,1 % zurück, und die Produktion sank um 0,5 % zum Vormonat. Mit einem deutlichen Rückgang des Auftragseingangs war aufgrund der starken Vormonate zwar allgemein gerechnet worden. Dass es gleich zweistellig abwärts geht, ist dann aber doch eine herbe Enttäuschung. Zudem wurden Produktionsdaten für den Januar veröffentlicht. Der erneute Rückgang in der Produktion in Höhe von 0,5 % liegt dagegen im normalen Schwankungsbereich. Nachdem in der Summe die Zahlen aus der Industrie in den Vormonaten überwiegend positiv überraschten, hat sich gestern die Konjunktur wieder von ihrer unbeständigen Seite gezeigt.


Wichtige Hinweise


Diese Publikation richtet sich ausschließlich an Empfänger in der EU, Schweiz und Liechtenstein. Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen.

Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 22, 60314 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn / Marie-Curie-Str. 24-28, 60439 Frankfurt.

Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihre Anlageberaterin oder -berater. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern.

Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die in dieser Ausarbeitung abgebildeten oder beschriebenen früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar.

Herausgeber


Landesbank Baden-Württemberg
Am Hauptbahnhof 2
70173 Stuttgart

Bei den hier dargestellten Inhalten handelt es sich um fremde Inhalte. Für diese fremden Inhalte ist ausschließlich der jeweilige Eingeber verantwortlich. Eine inhaltliche, redaktionelle Überprüfung durch die DZB Media GmbH erfolgt ausdrücklich nicht. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang ergänzend den Haftungsausschluss unter https://www.zertifikateberater.de/impressum.

Sollte ein hier durch einen Eingeber distribuierter Inhalt aus Ihrer Sicht gegen geltendes Recht verstoßen, schicken Sie bitte eine Email an nc. Der gemeldete Inhalt wird umgehend überprüft und ggf. gesperrt.