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04.03.26, 13:04

TUI – Panikartiger Ausverkauf macht die Aktie noch günstiger

Die Eskalation im Nahen Osten hat vor allem Aktien aus der Reisebranche hart getroffen. Der Touristikkonzern TUI verlor innerhalb von zwei Tagen fast 15 Prozent an Wert. Mit den richtigen Produkten können Anleger daraus nun womöglich Kapital schlagen.

Wie lange der Krieg im Iran tatsächlich dauern wird und welche Folgen das für die Weltwirtschaft hat, wird aktuell heftig diskutiert. An der Reiselust der Deutschen hat sich zumindest bislang scheinbar wenig geändert. TUI-Chef Sebastian Ebel erklärte zu Wochenbeginn, dass die Kunden sich sehr dynamisch für andere Destinationen, zum Beispiel in der Karibik, entscheiden würden. Somit könnte die erwartete Delle bei Urlaubsbuchungen für die Golfregion also möglicherweise ausgeglichen werden. Finanzielle Belastungen drohen hingegen durch die Rückholung der Reisegäste zum Beispiel aus Dubai. Höhere Ölpreise würden zudem Pauschalreisen verteuern, was die Nachfrage bremsen könnte.

Die US-Bank JPMorgan hat sich aus aktuellem Anlasse die Reaktionen von europäischen Hotelaktien in vergleichbaren Situationen angesehen und bei TUI eine relative Schwäche konstatiert. Das Unternehmen habe den größten Umsatzanteil im Nahen Osten, allerdings schwerpunktmäßig in der Türkei und in Ägypten. Die Analysten rechnen daher nur mit einem „ziemlich geringen Umsatzverlust“, wenn der Krieg in einem Monat beendet würde. Fundamental bestehe reichlich Bewertungsspielraum, was sich auch an dem bestätigten Kursziel von 13,50 Euro ablesen lässt. Die Aktie kostet aktuell nur gut 7,40 Euro.

Der Blick auf die Multiples der Aktie lässt erahnen, woher das Potenzial kommen soll. So wird die Aktie momentan nur mit einem 12-Month-Forward-KGV von 5 gehandelt. Niedriger war dieser Wert in den vergangenen vier Jahren nur sehr selten (und dann auch nur minimal). Noch aussagekräftiger erscheinen mit Blick auf eine längere Historie die Bewertungen auf Basis der „operativen“ Gewinne. Die Kennzahl EV/EBITDA liegt mit 2,4 am unteren Ende der 10-Jahres-Range, aus der sich ein Durchschnitt von immerhin 5,0 errechnet (5 Jahre: 4,0). Und das, obwohl Analysten in den kommenden Jahren zumindest moderate Umsatzsteigerungen (3-4 Prozent) und einen Anstieg der Gewinnmargen prognostizieren.

Vor diesem Hintergrund könnte die aktuelle Kursschwäche (trotz der heutigen Erholung noch 22 Prozent unter dem vor vier Wochen markierten Hoch) eine gute Gelegenheit bieten, um in spannende Zertifikate einzusteigen. Das ausgewählte Top Plus Zertifikat der UniCredit zahlt im Februar 2027 einen Fixbetrag von 1.480 Euro, wenn die TUI-Aktie am Bewertungstag (8.2.27) mindestens bei 4,84 Euro schließt. Bis dahin sind noch gut 34 Prozent Luft. Im Erfolgsfall winkt Anlegern ein Ertrag von 15 Prozent. Durch das Aufgeld von ca. 12 Prozent fallen etwaige Buchverluste bei einem Schlusstand unterhalb der o.a. Barriere etwas höher aus als bei einem Direktinvestment in die Aktie. Zwingend realisiert werden müssen sie aber nicht, da die Aktie in diesem Szenario erst mal in die Kundendepots eingebucht wird (HVB8KE).