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02.01.26, 09:10

Aller guten Börsenjahre sind drei

Drei starke Aktienjahre in Folge


An den deutschen Börsen wurden die Bücher für 2025 am 30. Dezember geschlossen. Der DAX rückte auf 24.490 Punkte vor, womit er nur 0,5 % unter seinem Allzeithoch schloss. Mit einem Plus von 23,0 % knüpfte er an die beiden guten Vorjahre an; seine Performance seit 1988 stieg rechnerisch auf 8,66 % p.a. Aus unserer Sicht haben die Aktienmärkte damit aber einen Vorschuss auf die kommenden Jahre genommen. An den US-Börsen wurde auch an Silvester gehandelt, die Indizes schlossen leichter. Von der Jahresperformance von 15,7 % für den S&P 500 ging aus Sicht eines Euro-Anlegers allerdings der Großteil durch die Dollarschwäche verloren. Nach drei Plusjahren in Folge, getrieben durch den KI-Boom, erwarten die großen Wall-Street-Broker auch 2026 deutliche Gewinne. Dieser Sicht schließen wir uns allerdings nicht an, denn wir sehen klare Anzeichen einer Überspekulation, sichtbar in allgemein sehr hohen Aktien-Investitionsquoten und der historisch einmaligen Konzentration der Marktkapitalisierung auf sehr wenige Star-Unternehmen.

Weihnachtstrubel bei Gold und Silber

Als negatives Omen werten wir das Ausbleiben der häufig zu beobachtenden Weihnachtsrally an der Wall Street. Stattdessen ging es mit den Edelmetallpreisen fulminant nach oben. Der Silberpreis raste kurz nach dem Fest bis auf 83 USD pro Feinunze, danach stürzte er wieder auf 70 USD ab. Noch heftigere Kapriolen schlugen Platin und Palladium mit prozentual zweistelligen Tagesausschlägen. Eine Rolle spielt dabei sicher der dünne Handel nach Weihnachten, der spekulative Bewegungen in den marktengen Metallen begünstigt. Grundsätzlich spiegelt sich im starken Anstieg der Edelmetallpreise aber auch eine wachsende Unsicherheit der Anleger bezüglich der langfristigen Geldstabilität wider. Steigende Staatsschulden, politischer Abwertungsdruck auf den US-Dollar und vor allem der Versuch des Weißen Hauses, sich die Notenbank gefügig zu machen, sprechen für Anlagen in der ultimativen Währung Gold. Das gelbe Metall schloss das Jahr 2025 in USD gerechnet mit einem Plus von 65 % ab und zog die übrigen Edelmetalle in seinem Sog mit nach oben.

Unruhige Zeiten in der Politik


Die Ernennung des neuen Fed-Chefs steht für Januar auf der Agenda, ebenso wie eine neue Folge der Dauerserie US-Haushaltsstreit. Die im November beschlossene Zwischenfinanzierung gilt nur bis zum 31. Januar. Angesichts der näher rückenden Zwischenwahlen dürfte die Kompromissbereitschaft weiter sinken. Schon jetzt bröckelt die Republikaner-Mehrheit im Repräsentantenhaus, da zahlreiche Abgeordnete ihren Rückzug angekündigt haben, unter anderem die schrille MAGA-Exponentin Marjorie Taylor Greene. Die Epstein-Affäre, die wie ein Kaugummi an den Sohlen des Präsidenten klebt, tut ein Übriges. Donald Trump hat den Zenit seiner Macht möglicherweise schon überschritten, was ihn aber dazu bringen könnte, den Einsatz noch zu erhöhen. Bleibt die Außenpolitik als Spielfeld, aber auch dort liegen die Erfolge nicht auf der Straße. Der Versuch, die Ukraine mit massivem Druck in einen Kapitulationsfrieden zu zwingen, ist gescheitert, ein Kriegsende ist allen großspurigen Ankündigungen zum Trotz nicht in Sicht. Ob die Aktionen gegen Venezuela den Friedensnobelpreis näher rücken lassen, wagen wir zu bezweifeln. Der Westentaschen-Bolivar Nicolas Maduro dürfte allerdings seine Zukunft hinter sich haben. Und wir wagen die Prognose, dass dasselbe für das iranische Mullah-Regime gilt. Dessen Implosion könnte die erste große Überraschung des neuen Jahres darstellen.


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Herausgeber


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